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Zu den TV Berichten,: "Deutschlands schönster Wanderweg führt an der Mosel entlang" (Seite 1) und "Ja, wo ist sie denn die Römerstraße?" (Seite 9) schreibt dieser Leser:

In dieser Ausgabe machen mich zwei Schlagzeilen stutzig, die unterschiedlicher nicht sein können. Einmal ist vom 365 Kilometer langem "schönsten Wanderwegs Deutschlands" die Rede, der an der Mosel entlangführt, und zum anderen geht es um ein kleines Stück Römerstraße bei Meckel an der längsten Bundesstraße, der B 51, die Bremen mit Saarbrücken verbindet und 608 Kilometer Länge misst. Es ist schon ein trauriges Stück Eifelkultur, dass wir nicht nur bei Meckel, sondern auch zwischen Staffelstein, Sefferweich und Burbach in Nähe der Landesstraße noch vorhandene römische Straßenreste verborgen bleiben, weil das Geld für eine angemessene Präsentation fehlt. Dabei entsteht fast der Eindruck, dass die touristische Infrastruktur nur notdürftig unterstützt wird, damit nicht zu viel Leute anstatt an die Mosel in die Eifel fahren. Leider bleiben so viele geschichtsträchtige Straßenbaudenkmäler im Eifelboden unsichtbar. Die B 51 wurde nicht nur von den Römern von Trier bis Köln, sondern sogar bis ins norddeutsche Moor bei Diepholz auf einem Knüppeldamm gebaut. Unter Napoleon wurden dann Teilstücke der alten Römerstraße als befestigte Chausseen genutzt - als Route Departemental. Die B 51 könnte auch als römische Kultur-Route - ähnlich wie die berühmte "Route 66" - in den USA oder die Weinstraße oder die westfälische Mühlenstraße, die deutsche Märchenstraße oder die Bier- und Burgenstraße, länderübergreifend von Niedersachen, über Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bis ins Saarland touristisch erschlossen werden - vielleicht im Zuge der Landesgartenschau. Dann könnte die so touristisch erschlossene B 51 viele Gäste auf einem spannenden Weg nach Bitburg leiten. Wenn es schon nicht gelingt, moderne Autobahnen, wie die A 60 oder die A 1 in der Eifel fertigzustellen, müssen wir versuchen, die alten Römerrelikte als touristische Attraktionen zu vermarkten. Ullrich Papschik, Bitburg

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