Im Altkreis Prüm ist Bauland begehrt

Im Altkreis Prüm ist Bauland begehrt

Das Interesse an Baugrundstücken ist im Altkreis Prüm nach wie vor groß: 80 Bauanträge wurden im vergangenen Jahr in den Verwaltungen gestellt, ein leichter Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr. Ein wichtiges Kriterium: die Verfügbarkeit von schnellem Internet.

Prüm/Arzfeld. (ch) 80 private Bauanträge sind im vergangenen Jahr in den Verbandsgemeinden (VG) Arzfeld und Prüm genehmigt worden - im Vergleich zum Vorjahr ist das eine leichte Zunahme. Damals waren es 78. Während die VG Arzfeld ein kleines Plus von fünf verzeichnet, sind die Bauanträge bei der VG Prüm im Wert leicht rückläufig. In konkreten Zahlen: In Arzfeld wurden 2010 insgesamt 32 Anträge bewilligt, nachdem es im Vorjahr noch 27 waren. In Prüm sank die Zahl von 51 auf 48.

Doch nicht überall ist Bauland gleich begehrt - und verfügbar. Einer der beliebtesten Orte ist derzeit Arzfeld. 2010 wurden dort sieben Bauanträge gestellt, im Jahr zuvor waren es sogar zehn. Weil das Gelände "Hinter Zwanken" wegen der großen Nachfrage bereits nahezu komplett ist, laufen bei der Gemeinde derzeit die Vorbereitungen für das Neubaugebiet "Auf der obersten Geigt". Es wird in drei Abschnitten erschlossen und bietet Platz für 18 neue Häuser. In diesem Frühjahr sollen die ersten privaten Bauherren beginnen können.

Im nördlichen Teil der VG wird mehr gebaut



Doch auch in Daleiden, Lambertsberg, Leidenborn und Waxweiler wird kräftig gebaut. "Wir haben in unserem Neubaugebiet derzeit 18 Baustellen, von denen sind sieben schon verkauft", sagt Daleidens Ortsbürgermeister Walter Reichert. Eines der neuen Häuser stehe schon, und mit dem nächsten soll es bald losgehen.

Auch in der Verbandsgemeinde Prüm gibt es weiterhin eine Nachfrage nach Bauland, 48-mal wurden Bürger wegen eines Bauvorhabens bei der Verwaltung vorstellig, im Jahr zuvor waren es 51. Wo dort die Schwerpunkte liegen, wird nicht statistisch erfasst. "Aber es gibt schon ein Nord-Süd-Gefälle", sagt Kurt Lichter vom Bauamt der VG. "Im nördlichen Teil der Verbandsgemeinde wird mehr gebaut als im südlichen." Über die Ursachen dafür kann die Verwaltung nur mutmaßen. "Zum einen gibt es sicherlich die Pendler in Richtung Köln, für die die Anschlüsse an die A 60 und B 51 attraktiv sind", sagt Lichter.

Zum anderen spiele auch die DSL-Versorgung eine Rolle, die nun mal immer noch lückenhaft sei. "Hinter Schönecken gibt es da noch viele dunkle Flächen. Das ist ja heute mit ein Entscheidungsgrund."

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