Im Einsatz für Fledermaus & Co.

Im Einsatz für Fledermaus & Co.

Der Naturschutzbund pflegt eine Streuobstwiese in Niederprüm. Aber nicht nur dafür sucht der Verein Unterstützer.

Pronsfeld (red) Markus Thies aus Pronsfeld ist in seinem Element. Der Fledermausexperte des Naturschutzbund (Nabu) kontrolliert regelmäßig die Fledermaus- und Vogelnistkästen auf der Streuobstwiese in Niederprüm und nimmt hierbei auch gerne mal Interessierte mit.
"In den 70er Jahren wurden die hochstämmigen Obstbäume als Ausgleichsmaßnahme für den Ausbau der B 51 gepflanzt, jedoch nicht geschnitten", erklärt Thies. Der Nabu hat sich der Fläche angenommen, die Kirsch-, Birnen-, Apfel- und Pflaumenbäume werden heute im Ehrenamt von den Mitgliedern mit Herzblut gepflegt.
"Streuobstwiesen sind der Lebensraum mit der höchsten Anzahl an Tier- und Pflanzenarten in Deutschland, nirgendwo gibt es eine größere Artenvielfalt auf so kleinem Raum", erklärt Thies die Motivation der Naturschützer.
Im Herbst gibt es dafür den Lohn: die Äpfel werden geschüttelt, gemeinsam gesammelt und zu Saft verarbeitet - und dieser wird, anteilig der geleisteten ehrenamtlichen Arbeitszeit, an die Helfer verteilt.

"Wir freuen uns immer über weitere Unterstützung unserer ehrenamtlichen Naturschutzarbeit, nicht nur auf der Streuobstwiese", schmunzelt Thies.
Dazu gibt es in den nächsten Wochen die Möglichkeit. Denn junge Naturfreunde sind im Eifelkreis unterwegs, um neue aktive und passive Mitglieder für die Nabu-Gruppe Südeifel und deren Naturschutzarbeit zu gewinnen. Mit Informationsmaterial, Dienstkleidung und Ausweis sprechen sie in den Haushalten vor. Sie sammeln keine Spenden.
Nähere Infos: Nabu-Regionalstelle Trier, Telefon 0651/1708819,
E-Mail: region.trier@nabu-rlp.de
Extra: NABU-GRUPPE SÜDEIFEL


Seit 1971 Jahren ist der Nabu im Eifelkreis für Natur und Umwelt aktiv. Zurzeit hat er rund 1600 Mitglieder. Arbeitsschwerpunkte sind die Pflege und der Kauf von Bioto-pen (Halbtrockenrasen, Feuchtwiesen, Hochstaudenfluren, Kleinstgewässer und Keuperscharren) sowie der praktische Artenschutz, der Bau und Anbringen von Nisthilfen, wie zum Beispiel für Hornissen, Wanderfalken, Insekten, Steinkauz, Fledermäuse, heimische Singvögel die Betreuung von Bibervorkommen Führungen, Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung.