"Im Herzen Europas"

ECHTERNACH. (iz) Europa war Thema der Festpredigt von Kardinal Karl Lehmann in der Eröffnungsandacht zur Echternacher Springprozession.

Willibrord und Bonifatius - sie lebten das "erste gemeinsame Europa" vor: Das war Leitthema der Festpredigt, die Kardinal Karl Lehmann am Pfingstmontag in der Eröffnungsandacht zur Echternacher Springprozession in der Basilika hielt. Neben Lehmann waren zahlreiche geistliche Würdenträger in Echternach dabei - unter anderem der Erzbischof von Luxemburg, Fernand Franck, Kardinal Adrianus Simonis, Erzbischof von Utrecht, Karl Josef Rauber, Apostolischer Nuntius in Luxemburg und Faustino Sainz Munoz, Apostolischer Nuntius bei der Europäischen Gemeinschaft. Aber auch Luxemburger Spitzenpolitiker wie Kammerpräsident Spautz und Ministerpräsident Juncker sowie einige Minister gaben sich die Ehre. In seiner Predigt stellte Kardinal Lehmann das "Wirken der frühen Europäer Willibrords und Bonifatius" heraus, "gerade mit Hinblick auf das erweiterte Europa, die mit ihrer Missionierung die Einheit der Stämme und so die Entwicklung der Gesellschaft vorantrieben." Beide hätten zur Zeit der Karolinger "die Christianisierung und die Humanisierung beflügelt", sagte Lehmann. Zu Recht könnte man beide als "Erbauer des Abendlandes und Erbauer des christlichen Europas bezeichnen - gerade "im Herzen Europas". Lehmann: "Daher müssen wir nun weiter für den Glauben eintreten wie Willibrord und Bonifatius, und mit neuem Elan die Missionierung der beiden Vorstreiter vorsetzen." Nach der Eröffnungsandacht besuchten die Geistlichen das Grab des Heiligen.