Im Karenweg tut sich was

BITBURG. Der Karenweg in Bitburg erhält ein neues Gesicht. Auf der einen Straßenseite wird am Köster-Gelände eine Bau-Lücke gefüllt, schräg gegenüber wird das alte Kino umgebaut.

Mit dem Bau des Aldi-Markts und des Parkhauses hat die Neuerburger Straße in den vergangenen Jahren ihr Gesicht stark verändert. Nun tut sich auch etwas im Karenweg. Kürzlich haben die Bauarbeiten für den Lückenschluss zwischen ehemaligem Köster-Gebäude und dem Nachbarbau begonnen. "Bis zum Ende des Jahres soll das Wohn- und Geschäftshaus fertig werden", sagt Friedhelm Schneider von der Firma Gewo, die auch für das Parkhaus verantwortlich zeichnet. Zum Teil sei das neue Haus schon vermarktet. Die restliche Fläche soll bis zur Fertigstellung ebenfalls an den Mann gebracht worden sein, berichtet Friedhelm Schneider. Das neue Gebäude ist Teil einer Gesamtkonzeption, zu der auch das Parkhaus gehört. Dies wird übrigens nach TV -Informationen nach wie vor nur von Bediensteten des Rathauses genutzt. In die Auto-Unterstellmöglichkeit mit 120 Plätzen an der Neuerburger Straße hatte die Stadt insgesamt 2,1 Millionen Euro investiert. 60 Prozent der Kosten übernahm das Land Rheinland-Pfalz. Auf dem Parkhaus wohnen inzwischen Mieter. In luftiger Höhe gibt es mehrere Wohnungen. Ursprünglich sollte auch auf dem Parkaus-Deckel an der Neuerburger Straße Geschäftsräume entstehen. Kurzfristig wurde dies geändert, was die Bauarbeiten verzögerte.Baumaschinen fahren durch den ehemaligen Kinosaal

Neben dem derzeit entstehenden Gebäude im Karenweg sollen laut ursprünglicher Planung an den Enden des Parkhauses zwei Verbindungsbauten entstehen. Ob und wann diese Bauten Wirklichkeit werden, ist bisher nicht bekannt. Ihnen wird auch eher der Charakter von Bauten zugebilligt, die das Gesamt-Ensemble abrunden sollen. Im alten Kino fahren derweil Baumaschinen durch den ehemaligen Kino-Saal, der später als Supermarkt genutzt wurde. An mehreren Stellen rücken Bauarbeiter den Mauern zuleibe. Schon jetzt erinnert nur noch wenig an die frühere Nutzung. Dort wo sonst Getränke gestapelt waren, die Frühstücksmarmelade stand oder man eine Nummer für die Fleischtheke zog, ist ein einziger, großer Raum entstanden. Der leere Raum lässt ahnen, dass dort einst eins der Bitburger Kinos seinen Vorführraum hatte. Projektentwickler Faco aus Bitburg gestaltet das Gebäude in zwei Schritten um. Voraussichtlich ab September soll dann auf rund 650 Quadratmetern Verkaufsfläche Mikado seine Waren feil bieten. Mikado, Anbieter von Heimwerker- und Handwerkerbedarf sowie von Geschenkartikeln, ist in Bitburg kein Unbekannter. Schon jetzt residiert das Unternehmen im Karenweg, schräg gegenüber von seinem neuen Domizil. Im ersten Schritt entsteht derzeit der Verkaufsmarkt. Die Umgestaltung des ehemaligen Supermarkts umfasst jedoch nicht den Gebäudeteil, in dem der "Eifeler Kuhstall” beheimatet ist. Die Waschbeton-Fassade am Karenweg aus den frühen 70-er Jahren wird abgerissen und umgestaltet. Anstelle des unansehnlichen Betons sollen Glasflächen und eine Sandstein-Fassade dem Haus ein Gesicht geben. Die Fassade des ehemaligen Kinos am Konrad-Adenauer-Platz im Stil der 50-er Jahre bleibt hingegen erhalten. Rund 500 000 Euro wird der Umbau des Anwesens am Ende kosten. Die öffentliche Hand wird das Projekt voraussichtlich mit gut 30 000 Euro fördern, da sich das Areal im Sanierungsgebiet befindet. Der Umbau des alten Kinos ist Teil der Neugestaltung im Sanierungesgebiet westliche Altstadt, das 4,8 Hektar groß ist und sich zwischen Haus der Jugend und Zangerles Eck erstreckt.