Im verlassenen Wollseifen kann sich die Natur frei entfalten

Schleiden-Gemünd · Vor genau zehn Jahren wurde der ehemalige Truppenübungsplatz Vogelsang für Besucher geöffnet. Mittlerweile übernimmt die Natur den verlassenen Ort Wollseifen, langsam entwickeln sich einzigartige Biotope.

 Die Kirche von Wollseifen ist noch erhalten. Foto: Nationalparkverwaltung

Die Kirche von Wollseifen ist noch erhalten. Foto: Nationalparkverwaltung

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Schleiden-Gemünd. Morgen vor genau zehn Jahren durften Besucher zum ersten Mal auf kurzfristig markierten Wegen die weiten Ebenen auf dem 3200 Hektar großen ehemaligen Truppenübungsplatz Vogelsang erkunden. Einstige Bewohner der heutigen Wüstung Wollseifen kehrten damals erstmals in ihr altes Dorf zurück.
"Ich war damals sehr froh, dass wir es in so kurzer Zeit - in enger Kooperation mit den Kollegen des Bundesforstes - geschafft hatten, das Gebiet für den hohen Besucherverkehr vorzubereiten", erinnert sich Nationalparkleiter Henning Walter.
In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Hochfläche zu einem Publikumsmagneten entwickelt.
Seit der Nationalparkausweisung 2004 wurden auf der Hochfläche mit Zustimmung des Eigentümers allein mehr als 600 Hektar ehemals gemähten oder mit Schafen beweideten Grünlands der freien Naturentwicklung - auch Sukzession genannt - überlassen. Durch die freie Entfaltung der Natur entstehen dort Landschaften, wie es sie andernorts nicht gibt. Heute gibt es zahlreiche Naturerlebnisangebote um die Dreiborner Hochfläche: Mit einem Waldführer zu Fuß oder in einer Kutsche, mit Ranger bei einer wöchentlichen Führung zur Wüstung Wollseifen, auf eigene Faust über die markierten Wanderwege oder im Rahmen der Wildnis-Trail-Wanderung. Oder aber über den Schöpfungspfad "Dem Leben auf der Spur" auf religiös spirituelle Weise. Seit einigen Jahren lädt außerdem die Bevölkerung von Dreiborn im Spätfrühling zum Ginsterblütenfest ein. red

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