Im Zeichen der großen Unterhose: Revolution des Weibervolkes

Im Zeichen der großen Unterhose: Revolution des Weibervolkes

Mit Schirm, Charme und einer riesigen Unterhose erstürmen am heutigen Weiberdonnerstag Bitburgs Möhnen wieder das Rathaus. Die Ziele der närrischen Revolutionärinnen: den Schlüssel ergattern, den Bürgermeister entmachten und munter bei der Siegesfeier im Rathaus schunkeln.

Bitburg. Machtwechsel geplant: Heute, Punkt 11.11 Uhr, müssen Bürgermeister Joachim Kandels und seine Mannschaft aller Voraussicht nach wieder kapitulieren. Mit weiblicher Eroberungstaktik ist das Vorhaben schon stolze 28 Mal geglückt - und die Obermöhne Margot Hubert gibt sich auch vor dem großen Coup siegesgewiss: "Wir werden uns vom Bürgermeister nicht einschüchtern lassen, ganz egal, was er sich diesmal für Schikanen ausdenken mag."
Vier Bürgermeister, eine Möhne


So mussten die Möhnen in den Vorjahren schon durch einen Nacktscanner gehen, eine Fußballolympiade durchstehen oder Eisschollen angeln. Aber abschrecken lassen sie sich durch nichts. Für die Obermöhn\' Hubert, die schon vier Bitburger Bürgermeister überdauert hat, steht fest: "Egal wie, das Rathaus fällt in unsere Hände!" 14 unerschrockene Mitstreiterinnen hat sie - alle bewaffnet mit Schirmen, Scheren und natürlich jeder Menge urweiblichen Charmes. "Unsere Eroberungstaktik werden wir natürlich nicht verraten", sagt die Revolutionsführerin. Nur so viel: "Der Bürgermeister kann sich schon mal warm anziehen." Glückt der Regierungswechsel auch dieses Mal, will die Obermöhn\' mit ihrer Gefolgschaft am liebsten den Innenstadtring begradigen: "Diesen Ring braucht doch keiner." Weiterhin sieht ihre Regierungserklärung jede Menge Freude und Frohsinn vor. Mit viel Tamtam werden die Weiber heute die Fußgängerzone bergauf ziehen und sich freuen, wenn sie vor dem Rathaus auf viele närrische Unterstützer bauen können. Ihr Erkennungszeichen ist die Unterhose, an der schon etliche Trophäen baumeln. Wenn die wieder am Mast vorm Rathaus weht, ist klar: Die Weiber haben es geschafft. schoExtra

Gesucht werden unerschrockene Weiber ab 35 Jahren, die gelenkig sind, mit einer Schere umgehen können, denen das Lächeln nicht so schnell im Gesicht gefriert und die keine Scheu vor Männern haben. Humor ist ebenso von Vorteil wie ein Faible für Spitzenhäubchen und Rüschenröcke. Wer sich angesprochen fühlt und sein Revolutionspotenzial entfalten will, ist heute, 9 Uhr, im Pfarrheim St. Peter willkommen, wo die Weiber die Rathausstürmung vorbereiten. scho