Im Zeichen der Kuh

Wo es gackert, wiehert und vor allem muht: In der Auktionshalle warten am Wochenende hunderte ausgewählte Tiere darauf, von Profis begutachtet und von Laien gekrault zu werden. Höhepunkt der "Färsen- und Fleischrinder-Schau" ist die Wahl der Miss Bitburg.

Bitburg. (kah) Der erste Eindruck ist immer der wichtigste. Der Gesamteindruck. Die "Miss Bitburg" muss die Juroren schließlich ganz überzeugen. Schöne Augen und ein gut aufgehängter Euter reichen nicht. Die Zitzen müssen exakt platziert sein, die Beine gut gestellt, der Gang gefällig. Und zudem muss die Miss Bitburg richtig viel futtern können. Ihre Rippen sollten so gebaut sein, dass möglichst viel hineinpasst in die Kuh. Denn das ist die "Miss Bitburg": eine junge Milchkuh.Wer gewinnt, bekommt ein Kalb

Gekürt wird sie am Samstag ab 10 Uhr bei der bedeutendsten Landwirtschafts-Ausstellung für Rheinland-Pfalz und das Saarland: der Färsen- und Fleischrinderschau der Rinder-Union West in der Bitburger Auktionshalle. Landwirtschaftsminister Hendrik Hering eröffnet die Ausstellung am Samstag um 10 Uhr.Kurz darauf präsentieren Züchter aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Nordrhein-Westfalen und Luxemburg ihre Milchkühe, insgesamt etwa 120 vorausgewählte Tiere. Die schönste von ihnen heißt ab etwa 13 Uhr "Miss Bitburg". Neben den Milchkühen stellen sich in der Auktionshalle an beiden Tagen auch Molkereien, Firmen der Futtermittelindustrie sowie Maschinenanbieter und Dienstleister vor. Nach dem Schauwettbewerb gibt es eine Verlosung. Der Hauptgewinn ist ein Zuchtkalb.Mit dabei: Pferde, Kaninchen, Schafe und andere Tiere

Auch am Sonntag stehen die Tiere im Mittelpunkt: diesmal allerdings Fleischrinder. Dafür reisen die besten Blondes d'Aquitaine, Charolais- oder Limousain-Rinder des ganzen Landes an. Bis etwa 12.30 Uhr sollte der Sieger unter den Fleischrindern feststehen. Am Nachmittag führen dann die Jungzüchter im Alter zwischen fünf und fünfzehn Jahren ihre perfekt gestriegelten Kälbchen vor. Neben Rindern gibt es in der Auktionshalle am Wochenende jedoch auch andere Tiere zu sehen und zu streicheln, darunter Rassepferde, -kaninchen, -schafe, -ziegen und -geflügel. Sie alle werden zusammen mit ihrem Muhen, Gackern, Wiehern und Meckern für eine Geräuschkulisse sorgen, wie es sie dort nur einmal jährlich gibt: beim Beda-Markt. Die Auktionshalle ist Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist, wie bei allen anderen Ausstellungen des Beda-Marktes auch, frei.

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