Immer mehr Eifeler können online gehen

Immer mehr Eifeler können online gehen

Kleine Eifelgemeinden können flächendeckend mit DSL versorgt werden. Aber die Ortsbürgermeister müssen mit Telekommunikationsanbietern gemeinsam wirtschaftliche Lösungen suchen.

Duppach. (jtz) Zahlreiche Beschwerden über die extrem schlechte DSL-Versorgung in den Ortsgemeinden Duppach und Kalenborn-Scheuren sind bei den Bürgermeistern Gottfried Wawers und Lothar Streicher eingegangen.

Die Gemeindechefs haben das Problem erkannt und das Förderprogramm des Landes Rheinland-Pfalz in Anspruch genommen, das 90 Prozent der Kosten für den Ausbau übernimmt.

Nach einer Ausschreibung im Februar 2010 bot "Eifel-Net" aus Euskirchen eine Lösung an, alle Teilnehmer in den beiden Orten zu versorgen. "Jeder Ort weist ein anderes Telefonnetz auf und oft stehen drei und vier graue Kästen der Telekom in den Dörfern. Hier muss ein bezahlbares Internet gefunden werden", sagt Geschäftsführer Michael Bergeritz.

Neben Technik, Förderungsfähigkeit und hindernisfreier Funkstrecke seien umfangreiche Untersuchungen notwendig. Ausgangspunkt ist die Vermittlungsstelle in Hillesheim. Von hier geht eine Funkverbindung zu einem Mittelmast und der strahlt nach Duppach, Gerolstein-Roth und Kalenborn-Scheuren ab.

Die Baukosten für Duppach betrugen 45 000 Euro. Hier nutzen schon 18 Prozent der Bürger die schnelle Verbindung, in Kalenborn bei einem Aufwand von 67 000 Euro sind es schon 25 Prozent. Zusätzlich wird Roth versorgt.

Die Kunden können zunächst zwischen einem MBit und 16 MBit wählen. Zur Zukunftssicherheit ist bereits eine VDSL2-Technik eingebaut, so dass 25 und 50 MBit bereitgestellt werden können.

Eis und Schnee verhinderten bisher den Tiefbau, um mehr als 700 Meter Telekommunikations- und Stromkabel zu verlegen. Nach einer Feinjustierung wurde das schnelle Internet nun in Betrieb genommen.

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