In Badem fand das zweite Rasenmäher-Cross Rennen des ACR Eifelland Badem statt. Elf Fahrer gingen in sechs Teams an den Start. Packende, spannende Rennen bekamen die 300 Besucher zu sehen.

Rasenmäher-Cross Rennen in Badem : Wenn Rasenmäher zu Rennmaschinen werden

300 Besucher haben beim zweiten Rasenmäher-Cross Rennen spannende Rennen gesehen. Elf Fahrer gingen an den Start. 

(chb) Das Stück „Hells Bells“ von AC/DC  schallt über das abgemähte Getreidefeld nahe der Gemeinde Badem. Elf Rasenmäher-Cross-Fahrer stehen an den Abgrenzungsgeländern, mit dem Rücken zu ihren Renngefährten, und warten angespannt auf den Start. Sofort nach dem Signal sprinten sie zu ihren umgebauten Aufsitzrasenmähern, werfen die Motoren an und los geht’s.

Der 500 Meter lange Rundkurs ist vor dem Rennen noch einmal gewässert worden, und so driften die bis zu 60 Stundenkilometer schnellen Gefährte in den Kurven. Manch einer dreht sich oder nimmt ein Stück des Weges über den Acker. Zudem gibt es packende Überholmanöver, und spätestens nach der dritten Runde auf dem Kurs sind  Fahrer und die Rennrasenmäher  voller Matsch – und sehen so richtig nach Cross-Rennen aus.

Bis kurz vor dem Rennen wurde im Fahrerlager der Teams, die beispielsweise „Wheel Hors“, „Team to run“ oder „Gäßestrepper“ heißen, noch an den Mähern geschraubt. Selbstverständlich gibt es auch eine technische Abnahme, bei der auf die Sitzhöhe, scharfe Kanten, die Bremsfunktion und den „Kill-Schalter“ geachtet wird, damit keiner einen Vorteil beim Rennen hat.

Und damit sich keiner schwer verletzt. Deshalb wird auch mit Helm, Brustpanzer und in knöchelhohen Schuhen gefahren. Einige tragen Arbeits-, andere Motorradschuhe.

Aus Luxemburg, Gummersbach und der Region sind Fahrer dabei, auch eine Frau fährt mit. Der Deutsche Meister im Rasenmäher-Traktor-Cross konnte in diesem Jahr wegen Terminüberschneidungen nicht dabei sein, aber mit Stefan Kömen und Thomas Mutsch, der auch 24-Stunden-Rennen fährt, sind ausgezeichnete Fahrer dabei. Stefan Kömen vom ACR Badem ist nach seinem ersten Lauf sehr zufrieden: „Ich habe ein gutes Gefühl. Die ersten 20 Minuten gingen sehr schnell rum.

Die Zeiten werden bestimmt noch besser, denn auf den ersten Runden war die  Strecke noch ziemlich nass.“

Am Ende hat das Team „Gäßestrepper“ den ersten Platz mit 234 Runden gemacht. Den zweiten Platz erreichte das RTC Breunfeld mit 227 Runden, der ACR Eifelland wurde Dritter. Die einzige Frau ist auf Platz sechs gelandet. Die beste Rundenzeit verbuchen die Gäßestrepper mit 48.542 Sekunden.

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