Archiv April 2019: In Badem läuft’s bald rund

Archiv April 2019 : In Badem läuft’s bald rund

Rasende Autofahrer, viel Verkehr und eine gefährliche Kreuzung machen den Bademern zu schaffen. Nun wird ein Kreisel zur Entlastung gebaut – ab heute.

Wer kennt es nicht? Man kommt mit dem Wagen von der Autobahn und hat einiges an Sachen drauf. Man fährt in ein Dorf und wundert sich, dass man richtig auf die Bremse treten muss, um die 50 auf dem Tacho zu erreichen.

Mit Menschen, die das tun, hat die Gemeinde Badem keine Probleme. Aber mit denen, die es nicht tun. Sie kommen mit ihren Autos oder – schlimmer noch – Lastwagen von der A 60 aus Richtung Kyllburg und brettern in den Ort, ohne auf den Tacho zu schauen. „Hier wird oft viel zu schnell gefahren“, sagt Ortsbürgermeister Bernhard Klein.

Und kann es sogar belegen. Denn vor zwei Jahren hat die Ortsgemeinde zwei Tempo-Tafeln angeschafft, die alle 14 Tage an verschiedenen Stellen aufgestellt werden. Manchmal mit Anzeige. Aber manchmal auch ohne, so dass die Fahrer glauben, die Tafel sei ausgeschaltet.  Gemessen wird dann aber trotzdem.

Und so konnte die Gemeinde in den vergangenen beiden Jahren  zwei interessante Dinge feststellen. Erstens: Es wird 15 Prozent langsamer gefahren, wenn die Anzeige eingeschaltet ist. Zweitens: Es  wird immer noch zu oft gerast. „Manche fahren sogar über 100“, sagt Bernhard Klein.

Um das zu verhindern, wurde schon vor zwölf Jahren beschlossen, einen Kreisel am Ortseingang aus Richtung Kyllburg zu bauen. Zudem erhofft man sich dadurch, die Kreuzung sicherer zu machen und  den Verkehrsfluss zu verbessern. Denn hier kommen vier Straßen zusammen: die B 257 (Dauner Straße/Bitburger Straße), die L 37 (Gindorfer Straße), die K 91 (Pickließemer Straße).

Weniger Raser, mehr Sicherheit an der Kreuzung, ein besserer Verkehrsfluss und dadurch weniger Lärm:  Gleich drei Argumente, diesen Kreisel zu bauen. „Gott-sei-Dank“, so sagt der Ortsbürgermeister, sei es nun endlich so weit. Heute, am Dienstag, 23. April, soll es losgehen.

Beim 1,126 Millionen teuren Ausbau sind gleich mehrere Träger mit im Boot: der Bund (560 000 Euro), das Land (210 000 Euro), die Gemeinde (205 000 Euro) und verschiedene Versorger (VG Bitburg-Land, Westnetz und Kommunale Netze Eifel, 151 000 Euro). Denn neben dem Neubau des Kreisels mit 30 Metern Durchmesser selbst und der Sanierung der L 37 bis zur Grillhütte stehen  die Erneuerung von Kanälen, Wasserleitungen und der Straßenbeleuchtung an. Während des ersten Bauabschnitts bis 31. August  ist die B 257  halbseitig gesperrt.

Der Verkehr wird laut Landesbetrieb Mobilität (LBM) mit einer Ampel geregelt. Die Bundesstraße soll übrigens während der gesamten Bauzeit mindestens halbseitig befahrbar sein, sagt Ortschef Klein. Während der Arbeiten an der L37 und der K 91 wird es an diesen Straßen laut LBM je nach Bauabschnitt Vollsperrungen geben.

Foto: TV/Schramm, Johannes

Übrigens: Die Tempo-Tafeln werden nach Fertigstellung des Kreisels nicht eingemottet, sondern weiterhin genutzt. Dann, so Klein, könne   man überprüfen, inwieweit die neue Errungenschaft zur Reduzierung des Tempos beitrage.