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In der Eifel freut sich der Handel auf verkaufsoffene Sonntage

Wirtschaft : In der Eifel wird wieder sonntags geshoppt

Händler und Kunden in der Eifel freuen sich auf verkaufsoffene Sonntage, die in den vergangenen anderthalb Jahren wegen der Pandemie reihenweise ausgefallen sind.

Die vier im Jahr erlaubten verkaufsoffenen Sonntage will Bitburg in jedem Fall noch im Kalender bis zum Jahresende unterbringen. Der Gewerbeverein hat mit dem ersten verkaufsoffenen Sonntag in diesem zweiten Corona-Jahr Anfang September gute Erfahrungen gemacht. Peter Hein, zweiter Vorsitzender, verbucht den Shopping-Sonntag zum Gäßestrepperfest als Erfolg. „Die Geschäfte waren gut besucht, es ist sehr gut gelaufen. Das hat gepasst.“ Die Resonanz der Geschäftsleute sei groß gewesen: „Eigentlich haben alle mitgemacht.“

Daher kann es so weiterlaufen wie angedacht: Am 10. Oktober sollen die Geschäfte parallel zum Bauernmarkt auch wieder an einem Sonntag öffnen. „Das ist fest, sofern die Zahlen nicht explodieren,“ schickt Hein noch einen kleinen corona-bedingten Zweifel hinterher. Noch gänzlich ungewiss ist der dritte Sonntagstermin in diesem Jahr.

Der Gewerbeverein würde ihn gerne auf den 31. Oktober legen. Beantragt ist es. Dieses Datum ist normalerweise fürs Halloweenshopping reserviert – mit viel Tamtam und jeder Menge Menschen. Das ist in der Pandemie nicht gewollt. „Es kämen zu viele Leute an einem einzigen Tag“, schildert Hein die Bedenken des Gewerbevereins. Daher lautet die Idee, den Halloween-Verkauf auf drei Tage zu strecken und das Unterhaltungs-Programm zu reduzieren. „Aber das ist noch nicht durchgeplant.“ Der letzte verkaufsoffene Sonntag ist für den 1. Advent anvisiert und auch fest im Terminplan vermerkt.

Auch in Prüm fällt im September der Startschuss für den ersten verkaufsoffenen Sonntag im Jahr, nachdem Corona und Hochwasser bei zwei früheren Terminen einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. Am 19. September ist es jetzt soweit. Verbunden mit dem Frischemarkt vor der Basilika hat der Gewerbeverein die Genehmigung, dass die Geschäfte ab 12 Uhr unter Einhaltung der gültigen Corona-Schutzverordnung öffnen dürfen. Parallel findet an dem Wochenende vom 17. bis 19. September auch die Aktion „Heimatshoppen“ statt.

Auch bei den Gewerbevereinen in der Vulkaneifel herrschen nach anderthalb Jahren coronabedingter Durststrecke wieder Optimismus und Aufbruchstimmung. Geradezu euphorisch ist man in Gerolstein, wo am Wochenende zur Feier zum 30-jährigen Bestehen des Gewerbevereins Gero-Team am Samstag und verkaufsoffenen Sonntag Hunderte Menschen bei angenehmen Spätsommer-Temperaturen gefeiert und geshoppt haben.

Gewerbevereinsvorsitzende Gerlinde Blaumeiser sagte: „Die Leute hatten so viel Spaß, waren hungrig nach Normalität und ein wenig Ausgelassenheit. Es hat viel Spaß gemacht.“

Angesichts des großen Erfolgs, der nach Worten von Ines Weber, der Assistentin von Gerlinde Blaumeiser, „eine tolle Werbung für die Stadt war“ und den Gastronomen und so manchem Einzelhändler großen Umsatz gebracht hat, wurde bereits nach vorne geblickt. Zwar müsse erst noch entschieden werden, ob dieses Jahr ein weiterer verkaufsoffener Sonntag veranstaltet werden soll, „der Weihnachtsmarkt am dritten Adventswochenende ist aber bereits fest in Planung“, so Weber. Im vergangenen Jahr ist er Corona zum Opfer gefallen.

Ähnlich das Bild in Daun, wo vor zwei Wochen zwar ein verkaufsoffener Sonntag im Rahmen des Festes „Daun spielt“ veranstaltet wurde. Aber nur in deutlich abgespeckter Form.

Das beliebte Bällerennen, das stets sehr viele Besucher angezogen hat, war aus Vorsichtsmaßnahmen nach außerhalb verlegt und nur online übertragen worden. „Und es waren diesmal auch nur etwa die Hälfte der ansonsten mehr als 40 Vereine, die sich präsentiert haben, dabei“, sagt Wolfgang von Wendt, Geschäftsführer des Gewerbe- und Verkehrsvereins Daun. Und dann war auch das Wetter noch mies, trotzdem kam immer noch eine stattliche Anzahl von Besuchern zum Sonntagsshopping in die Stadt, was die Verantwortlichen positiv stimmt.

„Die Menschen sind hungrig nach solchen Veranstaltungen“, sagt von Wendt - und legt sich fest: „ Der traditionell am letzten Sonntag im Oktober geplante verkaufsoffene Sonntag, wird stattfinden.“ Natürlich nur, wenn es die Coronalage zulasse, aber davon geht von Wendt fest aus. Im vergangenen Jahr waren wegen Corona drei verkaufsoffene Sonntage storniert worden, in diesem Jahr einer.