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In der TV-Reihe „50 Jahre Eifelkreis“ besondere Ereignisse

TV-Serie 50 Jahre Kreis Bitburg-Prüm : Ein wenig Punk war auch dabei

In unserer Reihe „50 Jahre Eifelkreis“ werfen wir diesmal einen Blick auf besondere Ereignisse der vergangenen fünf Jahrzehnte.

 Es wurde viel beschlossen, unterzeichnet, geplant verhandelt, gebaut, investiert und diskutiert seit der Entstehung des Kreises vor 50 Jahren. Hier nun im Rahmen unserer TV-Serie „50 Jahre Kreis Bitburg-Prüm“ eine kleine Auswahl von Ereignissen, eingeteilt in Fünf-Jahres-Schritte.

1970: Aus der Fusion der Kreise Bitburg und Prüm entsteht am 8. November der neue Landkreis Bitburg-Prüm. Ebenfalls neu gegründet beziehungsweise sortiert werden auch die Verbandsgemeinden. Am 10. Dezember tagt der Kreistag zum ersten Mal. Im gleichen Jahr besucht Staatssekretär Theisen vom Justizministerium den Rohbau des neuen Behördenhauses in Prüm. Im Jahr darauf ziehen dort Amtsgericht, Katasteramt und Gesundheitsamt ein.

1975: Das neue Verwaltungsgebäude der VG Irrel ist fertig und wird bezogen. In Bitburg beginnt währenddessen auf dem Gelände zwischen den Rohbauten der Kreissparkasse und dem Kulturhaus Beda der Bau des Marktplatzes Brodenheck, der nach seiner Fertigstellung die Bezeichnung Neu-Markt und bald darauf den Namen Beda-Platz erhalten soll.

1980: Zur Erinnerung an die Explosionskatastrophe 1949 in Prüm wird ein sieben Meter hohes und 22 Tonnen schweres Kreuz aus Eifeler Basaltstein auf dem Kalvarienberg errichtet. Fast 100 Jahre nach Inbetriebnahme der Westeifelbahn zwischen Gerolstein und Prüm fährt der letzte Zug zwischen den beiden Städten. In Bitburg wird zum ersten Mal der Beda-Markt veranstaltet, der sich schon bald zur größten Leistungsschau der Region entwickeln soll. In Speicher feiern zwei größere Neubauten Richtfest: das neue Verwaltungsgebäude und das Katastrophenschutzzentrum.

1985: Nach siebenjähriger Bauzeit endet die von Bund, Land und Kreis finanzierte Restaurierung der Burg Rittersdorf. Nur wenige Kilometer davon entfernt kommen Bundeskanzler Helmut Kohl und US-Präsident Ronald Reagan auf dem Bitburger Soldatenfriedhof Kolmeshöh zusammen – im Gedenken an das Ende der Nazi-Diktatur. Das Treffen gerät zur peinlichen Affäre, weil auf dem Friedhof auch 40 Mitglieder der Waffen-SS beigesetzt wurden. Die Folge sind Demos und bundesweite Schlagzeilen. Die amerikanische Punkband „The Ramones“ widmet dem Ereignis sogar ein Lied (Bonzo goes to Bitburg).

1990: Nach dem Fall der Berliner Mauer gründet der Landkreis Bitburg-Prüm eine Partnerschaft mit dem thüringischen Landkreis Sonneberg. Im gleichen Jahr sorgen schwere Stürme für Verwüstungen, allen voran der Orkan Wiebke. Zehn Jahre nach der Premiere des Beda-Marktes folgen nun zwei weitere Leistungsschauen. In Waxweiler startet die erste Prümtalschau, in Arzfeld die erste Westeifelschau.

 

1995: In Spangdahlem zerschellt eine F-15 beim Start. Der Jet explodiert, die Trümmer werden im Umkreis von mehreren Hundert Metern verstreut. Für den Piloten kommt jede Hilfe zu spät. In Bitburg starten zu dieser Zeit keine Flieger mehr. Ein Jahr zuvor haben die US-Amerikaner den dortigen Luftwaffenstützpunkt aufgegeben, nun soll aus dem Militärstandort ein Gewerbegebiet werden. Das „Bitburger Modell“, ein bis dahin einmaliges Konversionsprojekt, wird auf Grundlage eines städtebaulichen Vertrags ins Leben gerufen. Nach zweijähriger Bauzeit wird das Erlebnisbad Cascade eröffnet.

2000: Fünf Landkreise, zwölf Verbandsgemeinden, die Stadt Bitburg und zwei Wirtschaftsförderungsgesellschaften gründen die Eifel Tourismus GmbH. In Badem beginnen die Bauarbeiten für das Industrie- und Gewerbezentrum. Das neue Gewerbegebiet entsteht unmittelbar an der A 60, wo im Zuge des Ausbaus zwischen dem Anschluss Bitburg und Wittlich das erste Stück bis Badem für den Verkehr freigegeben wird.

2005: Landrat Roger Graef präsentiert die neue Dachmarke Eifel, mit der zukünftig für landwirtschaftliche Qualitätserzeugnisse geworben werden soll. Im gleichen Jahr beginnt für Graefs späteren Nachfolger Joachim Streit die zweite Amtszeit als Bürgermeister in Bitburg. Dort werden Pläne diskutiert, wie nach dem angekündigten Rückzug der Post mit dem Postgebäude auf dem Spittel umzugehen ist. Die Mehrheit der Bürger plädiert für einen Abriss. Im Kreistag macht man sich derweil Gedanken über eine Umbenennung des Kreises Bitburg-Prüm. Mehrere Varianten werden diskutiert, am Ende votiert das Gremium für „Eifelkreis Bitburg-Prüm“.

2010: An einem Sonntagnachmittag unterzeichnen die Verhandlungspartner des Eifelkreises, der Stadt Bitburg und der Flugplatz Bitburg GmbH mit Projektentwickler Frank Lamparski eine gemeinsame Absichtserklärung zum Verkauf der kommunalen Geschäftsanteile an der Flugplatz Bitburg GmbH. Mit Hilfe von Lamparski soll aus dem Platz für Hobbyflieger der Bit-Airport werden. Von 400 Millionen Euro Investitionen ist die Rede. Doch der große Traum vom Fliegen erweist sich als Luftnummer. Ein anderes Vorhaben wird dafür konsequent umgesetzt: das neue Schulgesetz. Die Hauptschulen in Idenheim und Daleiden werden geschlossen, die Haupt- und Realschulen in Bitburg und Prüm verschmelzen und werden in Trägerschaft des Eifelkreises zu Realschulen plus.

2015: Nach Protesten und Stimmungsmache wird in Bitburg die Testphase des Innenstadtrings vorzeitig abgebrochen. Die provisorische Einbahnstraßen-Regelung wird wieder entfernt. In Prüm steht derweil ebenfalls eine größere verkehrstechnische Herausforderung auf dem Programm: Auf dem Hahnplatz kündigt das Verschwinden der ersten Bäume die bevorstehende Umgestaltung des Platzes und der Verkehrsanlagen im Herzen der Abteistadt an.

 

2020: Eigentlich wollte der Eifelkreis Bitburg-Prüm sein 50-jähriges Bestehen mit einem Festakt würdigen. Doch die Covid-19-Pandemie schmeißt alle Pläne über den Haufen. Sämtliche Großveranstaltungen im Kreis werden abgesagt. Nachdem er im Frühjahr als einer der ersten bundesweit mit Vorsichtsmaßnahmen auf die Ausbreitung der Pandemie reagiert hatte, wird er im Herbst mit Beginn der zweiten Corona-Welle als einer der ersten Landkreise der Republik zum Risikogebiet.

 -+- WG: bilder_airshow_kah  ------------------------------------------- Von: Hammermann Katharina Gesendet: Sonntag, 29. Mai 2011 12:42:49 Betreff: bilder_airshow_kah Diese Nachricht wurde automatisch von einer Regel weitergeleitet.**** eli@s-Archivfoto **** Frank Lamparski will mit 380 Millionen Euro den Flugplatz Bitburg entwickeln. Summen, die nicht recht zu dem heruntergekommenen Briefkasten seines Firmensitzes im luxemburgischen Mamer passen. TV-Fotos: Katharina Hammermann
-+- WG: bilder_airshow_kah ------------------------------------------- Von: Hammermann Katharina Gesendet: Sonntag, 29. Mai 2011 12:42:49 Betreff: bilder_airshow_kah Diese Nachricht wurde automatisch von einer Regel weitergeleitet.**** eli@s-Archivfoto **** Frank Lamparski will mit 380 Millionen Euro den Flugplatz Bitburg entwickeln. Summen, die nicht recht zu dem heruntergekommenen Briefkasten seines Firmensitzes im luxemburgischen Mamer passen. TV-Fotos: Katharina Hammermann Foto: e_bit <e_bit@volksfreund.de>

Weitere Beiträge zu unserer Serie „50 Jahre Kreis Bitburg-Prüm“ finden Sie unter volksfreund.de/50jahre