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In Emmelbaum packen alle mit an

Über die Dörfer : Hier packen alle mit an

EMMELBAUM (sn) 75 Einwohner hat Emmelbaum – mal ein paar mehr – mal ein paar weniger. Doch in Zukunft eher wieder mehr. „In den vergangenen zehn Jahren wurden fünf neue Häuser gebaut.

Zwei alte Häuser wurden abgerissen. An der Stelle sind wieder zwei neue entstanden“, sagt Manfred Schreiber, der schon seit 30 Jahren Ortsbürgermeister von Emmelbaum ist. Fünf junge Familien mit insgesamt neun Kindern sind so ins Dorf gekommen. Deshalb braucht man auch einen Spielplatz. „Der wurde über Spenden finanziert und 2008 komplett in Eigenleistung gebaut“, sagt Schreiber. Als er Kind war sei er noch zu Fuß 1,5 Kilometer bis nach Ammeldingen zur Schule gegangen. Heute fahren die Kinder mit dem Bus zur Kita und zu den Schulen nach Neuerburg.

Das alte Gefrierhaus wurde zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut. Dort trifft sich regelmäßig die Frauengemeinschaft und die Möhnen zur Handarbeit oder einfach zum Reden. Auch die Freiwillige Feuerwehr ist mit zwölf Mitgliedern gut besetzt, findet Schreiber. Für die Einsätze gibt es einen Anhänger. „Mehr brauchen wir auch nicht. Wir bekommen unser Wasser aus Schönecken und Arzfeld, da haben wir genug Gefälle und immer guten Druck in der Leitung“, sagt der Orts-Chef. Als vor Jahren Straße und Kanal neu gemacht wurden, haben die Bürger den Gehweg selbst gelegt“, sagt Schreiber nicht ohne Stolz. Es gebe einen großen, festen Stamm an freiwilligen Helfern im Dorf. Und weil die Zusammenarbeit mit Bürgern und im Ortsgemeinderat so gut klappt, tritt der 68-Jährige auch nochmal an.

Am 1. Mai gibt es das Maifest der Feuerwehr. Am Samstag vor dem ersten Advent stellen die Frauen den Adventsbaum auf und dann geht es zum gemütlichen Treffen ins Gemeindehaus. Und in der kleinen Kapelle, die in Privatbesitz ist, wird an Muttertag der Rosenkranz gebetet. Die Flurbereinigung, die 2018 abgeschlossen wurde, habe viel gebracht: Es ist Bauland entstanden und die Wirtschaftswege wurden geteert oder geschottert. Heute, an Weiberdonnerstag muss Schreiber wieder den Möhnen den Schlüssel aushändigen und am Dienstagabend ist dann Kehraus bei ihm Zuhause. Auch das ist Tradition.