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In Neidenbach hat der Gemeinderat einiges auf den Weg gebracht

Dorfentwicklung : Neue Seniorenresidenz für Neidenbach

In Neidenbach hat der Gemeinderat einiges auf den Weg gebracht. Der saarländische Schwesternverband wird eine neue Seniorenresidenz bekommen. Ein Neubaugebiet soll entstehen und ein Feuerwehr- und Gemeindehaus gebaut werden.

Noch ist in der Bachstraße gegenüber dem Friedhof Wiese und Ackerland. Bis vor einigen Jahren war dort noch ein Bauernhof. Den hat die Gemeinde gekauft, in 700 freiwilligen Stunden abgerissen und entsorgt. Wenn es nach Ortsbürgermeister Edwin Mattes geht, werden dort bald die Bagger anrollen und im Frühjahr 2021 die ersten Arbeiten für eine Pflegeeinrichtung beginnen.

Der saarländische Schwesternverband, der in der Umgebung schon einige Senioreneinrichtungen betreibt (siehe Info), wird das Projekt mit der Baufirma UVB umsetzen. Dirk Sellmann, Marketing und Projektmanagement des Schwesternverbands, erklärt: „Geplant ist der Betrieb einer Pflegeeinrichtung mit 45 Einzelzimmern in drei Wohngruppen. Aktuell wird der Vorentwurfsplan erstellt, deshalb kann man noch keine Aussagen über Planungsdetails oder die Höhe der Investitionen treffen.“ Geplant ist, Ende 2023 in Betrieb zu gehen.

Neben der stationären Pflege sollen, so Edwin Mattes auch ein mobiler Pflegedienst und ein Arzt im Gebäude untergebracht werden. Er ist der Meinung, dass es wichtig war, den Schwesternverband anzufragen, ob sie hier eine Einrichtung bauen wollen. „Die Menschen werden älter und wir haben eine sehr gute Infrastruktur im Ort, beispielsweise einen kleinen Dorfladen, Friseur, Sportstätten und ein riesiges Gelände rund um den neuen Gebäudekomplex. Das könnte passen.“

Im Bereich der Bachstraße soll sich aber noch mehr tun in den kommenden Jahren. Ein Neubaugebiet mit 35 Baustellen soll entstehen. Durch die Corona-Pandemie sind die Planungen dort aber etwas ins Stocken geraten. Zudem finden aktuell biologische Untersuchungen auf dem Gelände statt, auf dem alte Streuobstbäume stehen. „Wir haben schon angeboten, dass wir an anderer Stelle dieselbe Sorte Bäume pflanzen, haben aber noch keine konkrete Antwort erhalten.“

Zu klein ist auch das Feuerwehr- und Bürgerhaus. Aktuell hat die Wehr, die auch einen Teil der Autobahn mitbetreut, 40 aktive Mitglieder und mehr als 20 Personen in der Jugendfeuerwehr. In diesem Jahr hatte sie seit Februar über 20 Einsätze. 1988 beschloss die Gemeinde, das Gemeinde- und Feuerwehrhaus aufzustocken. Inzwischen sind aber sowohl der Gemeinde- als auch der Feuerwehrteil zu klein.

Ein Fahrzeug der Feuerwehr muss schon woanders stehen, weil im eigenen Feuerwehrhaus kein Platz mehr ist. Edwin Mattes: „Das geht nicht mehr. Die Feuerwehr muss zu so vielen Einsätzen raus, da müssen die Voraussetzungen stimmen.“ Im Gemeindebereich ist es vor allem der Saal im Obergeschoss, der nicht mehr zeitgemäß ist. Für viele Feierlichkeiten ist der im Obergeschoss eingerichtete Saal zu klein und zu unpraktisch. Ortsbürgermeister Edwin Mattes: „Alleine die Treppe, die ins Obergeschoss führt, ist gefährlich, und von behindertengerecht kann gar keine Rede sein.“

Die Gemeinde möchte mit zwei Gebäuden, die unterhalb der neuen Pflegeeinrichtung entstehen sollen, Abhilfe schaffen. Erste Pläne gibt es bereits. Für das jetzige Bürger- und Feuerwehrhaus hat sich schon ein Käufer gefunden. Fördertöpfe und Photovoltaik sollen bei der Finanzierung helfen.