Interesse an Präventionskampagne

Interesse an Präventionskampagne

Vor zwei Jahren ist im Polizeipräsidium Trier die Verkehrssicherheitskampagne Bob gestartet. In Jucken steht jetzt die 200. Gaststätte, die sich an der Aktion beteiligt.

Jucken. "Wir kennen die Aktion aus den Niederlanden und waren dort sieben Jahre dabei", sagt Margo Loyenga von der Gaststätte The Colibrie in Jucken. "Das ist eine Supersache." Von daher sei es keine Frage, sich nun auch in Deutschland an der Bob-Kampagne des Polizeipräsidiums Trier zu beteiligen.
Bob - das ist der symbolische Name für denjenigen, der an einem Abend auf Alkohol verzichtet, um seine Freunde sicher nach Hause zu fahren - erkennbar am quietschgelben Schlüsselanhänger. Wer ihn vorzeigt, bekommt in den Bob-Kneipen alkoholfreie Getränke umsonst oder zu einem verbilligten Preis. 50 000 Bob-Anhänger sind in den vergangenen Jahren bereits verteilt worden, sagt Polizeidirektor Otto Herrig, Leiter der Polizeidirektion Wittlich.
Mit der Aktion will die Polizei an das Verantwortungsgefühl der Autofahrer appellieren, denn noch immer ist Alkohol im Straßenverkehr eine der häufigsten Unfallursachen. 451 Verkehrsunfälle mit alkoholisierten Fahrern verzeichnet die Statistik für den Bereich des Polizeipräsidiums Trier im vergangenen Jahr. 141 davon wurden von jungen Fahrern zwischen 18 und 24 Jahren verursacht - wobei gerade die jungen Menschen oft durch einen besonders hohen Alkoholpegel auffallen. 78 Menschen wurden verletzt, einer verlor sein Leben. "Dieses Problem ist tagtäglich vorhanden", sagt Herrig.
Im Bereich der Polizeiinspektion Prüm kümmern sich Richard Zeimetz und Gerhard Kauth um die Aktion. "Die Jugendlichen hier kennen mittlerweile alle die Aktion", sagt Zeimetz. "Von daher bin ich überzeugt, dass es eine Erfolgsgeschichte ist." Es sei zwar schwer, den Erfolg der Prävention zu erfassen, ergänzt Kauth, "aber wenn wir nur ein oder zwei Unfälle verhindern können, haben wir viel erreicht." ch
Weitere Informationen gibt es im Internet unter:
www.bob-trier.de

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