INTERVIEW

Herbert Lucas verlässt Bitburg im kommenden Jahr. Damit endet seine achtjährige Tätigkeit als Jugendpfarrer. Im Interview stellt er sich den Fragen des TV . Die Jugendchristmette 2003 war ihre letzte - ein anderes Gefühl, als in den Jahren zuvor?

Lucas: Am Anfang der Mette noch nicht. Gegen Ende, als mir bewusst wurde, dass ich eine solche Christmette nicht nochmal erleben werde, war es dann ein etwas seltsames Gefühl. Wie ist die Idee zur Jugendchristmette vor sechs Jahren entstanden?Lucas: Vor einigen Jahren wurde ich eingeladen zu solch einer Mette. Dem Jugendliturgiekreis St. Peter habe ich vorgeschlagen, selbst einmal eine Mitternachtsmette zu organisieren. Anfangs sind wir extra in eine kleine Kirche gegangen. Dann wäre es nicht so peinlich gewesen, wenn nicht so viele Leute gekommen wären. Mittlerweile hat sich aber gezeigt, dass Mitternacht ein guter Termin ist und die Besucherzahlen sind ständig gestiegen. Was hat sich sonst noch im Laufe der Jahre verändert? Lucas: Der Anteil der Jugendlichen ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Oft kommen zu einer Jugendmesse mehr ältere als jüngere Menschen. Das ist hier nicht der Fall. Außerdem ist der Aufwand, der für die Christmette betrieben wird, um ein Vielfaches gestiegen. Mittlerweile wissen wir, dass viele Leute kommen. Und entsprechend motiviert sind wir, alles so gut wie möglich zu machen. Wie geht es für Sie persönlich weiter, wenn Sie Bitburg im kommenden Jahr verlassen?Lucas: Das weiß ich - ganz ehrlich - noch gar nicht. Aber man solltedann gehen, wenn es am Schönsten ist. Sonst heißt es irgendwann: Wann geht er endlich? Bedeutet Ihr Weggang jetzt auch das Aus für die Jugendchristmette?Lucas: Das ist noch nicht gesagt. Den Jugendliturgiekreis gibt es schließlich auch weiterhin. Nur werde ich persönlich nächstes Jahr definitiv nicht mehr dabei sein. Mit Jugendpfarrer Herbert Lucas sprach TV-Mitarbeiter David Bittner. Einen Beitrag in der Reihe "Glaube im Alltag" von Herbert Lucas lesen Sie, liebe Leserinnen und Leser, in der heutigen Ausgabe auf der Seite 12 , "Eifel-Meinung".