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Irrel: Traumapädagogisches Yoga für Kinder nach schlimmen Ereignissen

Gesundheit und Soziales : Damit Kinder wieder entspannen können: In Irrel startet der Kurs „traumapädagogisches Yoga“

Wenn Kinder mit schlimmen Ereignissen konfrontiert werden, kann sie das noch lange belasten. Beim Umgang mit Traumata, wie etwa der Flutkatastrophe in der Eifel, soll jetzt ein neues Angebot in Irrel helfen.

Krankheit und Tod in der Familie, ein Unfall oder auch die Flutkatastrophe im Juli: Immer wieder kann es passieren, dass Kinder mit Ereignissen konfrontiert werden, die sie auch Monate danach noch beschäftigen. Um den Betroffenen damit zu helfen, startet nächste Woche im Caritas Haus der Begegnung in Irrel der Kurs „traumapädagogisches Yoga für Kinder“.

Worum es in dem Kurs geht

Der Kurs soll, wie der Name schon sagt, traumatisierten Jungs und Mädchen mittels Yoga helfen, sich wieder wohlzufühlen und Sicherheit wiederzufinden. „Wenn Kinder traumatisiert werden, dann sind sie hochsensibel. Es geht darum, dass sie wieder entspannen können und ein Stück gelassener werden“, erklärt Andrea Drüen, die den Kurs leiten wird.

Wer den Kurs leitet

Obwohl es für Drüen das erste Kursangebot dieser Art ist, hat sie bereits einige Erfahrungen sowohl mit Yoga als auch mit der Traumapädagogik. Sie ist nämlich zum einen Sozialarbeiterin an der Otto Hahn Realschule Plus in Bitburg, und zum anderen unterrichtet sie seit mehreren Jahren Yoga für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Zudem hat Drüen eine Kinderyogaausbildung, Weiterbildungen in Traumapädagogik sowie eine Grundausbildung zum Thema traumasensibles Yoga abgeschlossen. „Traumapädagogik ist einfach ein Thema, das mir immer wieder begegnet, natürlich auch in meiner täglichen Arbeit an der Schule. Deshalb ist es mir wichtig, einen Beitrag dazu zu leisten, den Betroffenen zu helfen“, sagt die Kursleiterin.

Für wen der Kurs konzipiert ist

Der Yogakurs ist für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren ausgelegt, die ein traumatisches Ereignis erlebt haben. „Trauma ist dabei ja ein sehr weit gefächertes Gebiet, es gibt viele verschiedene Traumata“, führt Drüen aus. Die Flutkatastrophe, schwere Unfälle, Krankheit und Tod sind dabei nur einige Beispiele.

Auch, welche Auswirkungen das Erlebte auf die betroffenen Kinder hat, ist unterschiedlich. Manche sind unruhig oder können sich schlechter konzentrieren, haben vielleicht Bauchschmerzen oder Schlafstörungen. Manche zeigen die Belastung nach außen gar nicht. Egal, was die Kinder erlebt haben oder wie und ob sich das Trauma bei ihnen äußert – sie alle können bei dem Yoga-Kurs mitmachen.

Wann und wo der Kurs stattfindet

Der Kurs findet immer dienstags von 14.30 bis 15.30 Uhr im Caritas Haus der Begegnung in Irrel statt, er startet am 2. November und umfasst 8 Stunden, der letzte Termin ist also am 21. Dezember. „Grundsätzlich ist es als Kurs gedacht, aber wenn jetzt jemand mal an einem Termin gar nicht schaffen sollte, dann ist das auch kein Problem“, erklärt Drüen.

Das Angebot wird vom Caritasverband Westeifel in Kooperation mit der „Engagierten Stadt Bitburg“ und der Katholischen Familienbildungsstätte organisiert. Durch eine Spende der Körber-Stiftung ist das Angebot für die Teilnehmer kostenlos.

Anmeldungen zum Kurs sind noch möglich, und zwar bei Holger Stodulka von der Mobilen Jugendarbeit in der Verbandsgemeinde Südeifel (Telefon: 0171/3330623, E-Mail: h.stodulka@caritas-westeifel.de). Die Kinder sollen zum Yogakurs eine eigene Matte mitbringen, auch eine Kuscheldecke kann gerne mitgenommen werden.