Jäger tagen in Bitburg

BITBURG/BIERSDORF. (red) Zum dritten Mal in der 57-jährigen Geschichte des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz findet dessen Jahreshauptversammlung in Bitburg statt.

Bereits am Freitag tagen rund 180 Delegierte im Dorint-Hotel in Biersdorf, um die üblichen Verbandsregularien zu behandeln und über Aktuelles im Jagdwesen zu debattieren. Zur Jahreshauptversammlung am Samstag um 10 Uhr im Festsaal des Hauses Beda werden zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Verbänden sowie Repräsentanten der Forst- und Jagdbehörden erwartet, unter ihnen die rheinland-pfälzische Ministerin für Umwelt und Forsten, Margit Conrad, sowie der Präsident des Deutschen Jagdschutzverbands, Jochen Borchert. Gleichzeitig finden in der Innenstadt von Bitburg Darbietungen der Jagdhornbläser der LJV-Kreisgruppe Bitburg-Prüm statt. "Am Spittel" (Postplatz) informieren die Jäger mit der mobilen Erlebnisschule Wald & Wild über die Aufgaben der Jagd und die komplexen Belange von Natur und Umwelt. Gegen 12 Uhr ist vor dem Haus Beda ein gemeinsames Abschlussblasen vorgesehen, zu dem alle an der Jagdmusik Interessierten eingeladen sind. Im Haus Beda werden die stärksten Trophäen des Landes Rheinland-Pfalz aus dem Jagdjahr 2005/06 zum Vergleich ausgestellt. Die Ausstellung ist am Samstag von 9 bis 12.30 Uhr geöffnet. Die im LJV zusammengeschlossenen über 17 000 Jäger gliedern sich in drei Bezirks-, 24 Kreisgruppen und 230 Hegeringe. Präsident des Verbandes ist Kurt-Alexander Michael, Ließem (Landkreis Bitburg-Prüm). Die Haupt-Aufgabe des Verbandes ist es, das Jagdwesen zu fördern, die Natur zu schützen und die Lebensräume der frei lebenden Tierwelt zu bewahren. Aus diesem Grund kaufte der LJV Rheinland-Pfalz in den vergangenen Jahren fast 70 Hektar Land an, um die Flächen durch Bepflanzung mit einheimischen Baum- und Straucharten zu so genannten "Ökologischen Nischen" herzurichten. Diese Aktion wird der LJV auch in Zukunft fortführen, um in der ausgeräumten Natur weitere Existenzbewahrende Lebensräume, die zur Stärkung und Stabilisierung des gesamten Ökosystems beitragen, zu schaffen und zu erhalten. Der LJV unterhält in Oberwiesen (Donnersbergkreis) ein Jägerlehrrevier und eine Landesjagdschule. Dort werden unter anderem Lehrgänge für Jagdaufseher, Revierinhaber und Jagdscheinanwärter veranstaltet. Darüber hinaus finden Jahr für Jahr zahlreiche Seminare und Workshops zu unterschiedlichen Themenbereichen statt. In Gensingen (Landkreis Mainz-Bingen) befindet sich neben der Hauptgeschäftsstelle auch ein fünf Hektar großes Vogelschutzgehölz sowie eine Revierberatungsstelle, welche die Aufgabe hat, die Jagdausübungsberechtigten vor Ort über Biotop- und Hegemaßnahmen zu beraten.

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