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Jenseits der großen Kunst wird’s bunt

Jenseits der großen Kunst wird’s bunt

Freundliche Kühe und Hasen, surreale Landschaften und oder die wilde Welt der Abstraktion: Ein Rundgang durch die Jahresausstellung des Kunstkreises Beda lohnt sich schon allein wegen der großen Bandbreite. Am Sonntag ist Vernissage im Haus Beda.

Bitburg. Sie kommen aus der Eifel, Luxemburg und von der Mosel - und sie verbindet die Freude am Malen und Gestalten.
Im Kunstkreis Beda haben sie sich zusammengeschlossen, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen sowie Ausstellungen und Fortbildungen zu organisieren. Wichtigstes Ereignis des Vereins ist die große Jahresausstellung im Haus Beda, bei der eine Jury zuvor Werke des gut 70 Mitglieder starken Vereins auswählt.
100 Bilder haben die Kunstkreisfreunde eingereicht - 80 werden gezeigt. Ausgewählt haben Christiane Hamann, Weißenseifen, Walter Wilde, Daun, und Max Bodzin, Wiltingen.
"Es ist wichtig, dass wir eine überregionale Jury haben", sagt Werner von Schichau, Vorsitzender des Kunstkreises. Schließlich ist es der Anspruch, dass die Werke nach ihrer Qualität ausgesucht werden und nicht danach, wer wen kennt. Was ihm besonders an der Jahresausstellung gefällt, ist die große Bandbreite. Da gibt es naturalistische Bilder, die Hasen, Hirsche oder auch die für die Eifel typischen Kühe zeigen. Eine, die von Karin Bohr, hat es diesmal auf die Einladungskarte gebracht.
Es gibt surreale Landschaften in zartem Blau oder große abstrakte Bilder, bei denen die blutrote Farbe mit dickem Spachtel aufgetragen wurde. Die Techniken sind ebenso verschieden - von Aquarell über Kohlezeichnungen und Computerfotografien bis zum Ölgemälde - wie die Motive. Neben abstrakten Werken gibt es auch Landschaften, Tiere, Dorfansichten und Gruppenbilder feiernder Menschen, die vielleicht ein bisschen an Otto Dix erinnern.
"Da sind ganz erstaunliche Dinger dabei", sagt von Schichau, als würde er über die Gartenernte reden. Kunst muss nicht elitär sein. Es müssen auch nicht immer die großen Namen sein. Würde man die Bilder von denen, mit den großen Namen, immer aus jenen heraus erkennen, die der Kunstkreis zu seiner Jahresausstellung zusammengetragen hat? Für von Schichau geht es um die Freude an der Sache. Die Freude, Bilder zu malen und die Freude, sich mit ihnen auseinanderzusetzen.
"Es ist ja so, dass nicht der ein Künstler ist, der malt, sondern der, der ausstellt", sagt von Schichau. Ein paar Lieblingsstücke hat er auch schon entdeckt. Aber welche, will er nicht verraten - jeder möge seine eigenen finden.
Die Jahresausstellung des Kunstkreises Beda wird am Sonntag, 17. Januar, 11 Uhr, mit Musik eröffnet. Sie ist zu den Öffnungszeiten von Haus Beda bis Ende des Monats zu sehen.