Jenseits der Kamellen

STEINFELD. (red) Karneval einmal anders – ein Rosenmontag im Kloster. Die Mönche des Klosters Steinfeld glauben, dass Freude und Fasten sich nicht ausschließen und laden ein.

Für viele Menschen ist der freudvolle Karneval und die nach Aschermittwoch folgende, scheinbar so freudlos wirkende Fastenzeit ein unüberwindbarer Gegensatz. Grund genug für die Salvatorianer des Klosters Steinfeld in der Nordeifel, das Thema "Freude und Fasten - ein Widerspruch?" am Rosenmontag als Auftakt einer neuen Veranstaltungsreihe zum Thema "Glaube und Kirche" anzubieten. "Wir wollen in unserem Kloster ins Gespräch über menschliche Grunderfahrungen im Zu-sammenhang mit Glauben und Kirche kommen und suchenden Menschen Angebote zur Orientierung machen", beschreibt Pater Hermann Preußner das Ziel der neuen Veranstaltungsreihe. Der Superior des Klosters, ein Zentrum für Bildung und Spiritualität, Kunst und Kultur in der Nordeifel, möchte so die schon vorhandenen künstlerischen und spirituellen Angebote der Akademie Kloster Steinfeld ergänzen. Zum Auftakt wird Pater Maximilian Segener am Rosenmontag anhand ausgesuchter Bibelstellen und einzelner Aussagen der Kirchenväter der Frage nachgehen, ob Freude und Fasten sich wirklich ausschließen oder nicht eher gegenseitig bedingen. "Ich frage, unter welchen Voraussetzungen uns das Fasten tiefere Schichten der Wahrnehmung unserer Selbst eröffnet", sagt Pater Maximilian über die neue Veranstaltung, die am 27. Februar von 10 bis 17 Uhr im Kloster Steinfeld stattfindet. Weitere Veranstaltungen in der Reihe "Glaube und Kirche" sind bereits geplant: Vom 27. bis 29. März thematisieren die Salvatorianer das Thema "Leiden, Tod und Auferstehung", über die Ostertage erhalten junge Männer in einem "Klosterkurs" die Gelegenheit, die Kar- und Osterliturgie im Kloster Steinfeld mitzufeiern, und am 24. April führt Pater Pankratius Kebekus unter geistlichen und kunsthistorischen Aspekten in ausgewählte Eifeler Dorfkirchen. Eine zweite Veranstaltung fragt am 4. März "Schuld und Vergebung - Kein Thema?" "Wir laden ein, Schuld als menschliche und zugleich religiöse Grunderfahrung ernst zu nehmen, nach angemessenen Umgangsformen und Folgen zu fragen und Vergebung als Geschenk Gottes und menschliche Fähigkeit auszuloten", sagt Pater Hermann Preußner über das Ziel des Angebots. Informationen und Anmeldungen unter Telefon 02441/889-0 oder E-Mail info@kloster-steinfeld.de.

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