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Job Initiative Eifel: Keine Angst vor digitaler Zukunft

Job Initiative Eifel: Keine Angst vor digitaler Zukunft

Aussteller- und Unternehmerabend bei der Job Initiative Eifel: Die Bitburger Runde stellt sich selbstbewusst den Herausforderungen einer vernetzten Welt.

Bitburg Die dritte "Bitburger Runde" hatte sich ein ambitioniertes Thema zur Brust genommen: die Digitalisierung als Herausforderung für die Wirtschaft. Axel Dahm, Geschäftsführer der Bitburger Braugruppe, hatte den Podiums-teilnehmern mit seinem Vortrag über "Markenvertrauen im digitalen Kommunikationsgewitter" einige Vorlagen gegeben. Der digitale Markt würde von wenigen Größen beherrscht (Facebook, WhatsApp, Google, Apple, Amazon). Und der Internetnutzer mit Informationen und Anzeigen überhäuft. "Durchschnittlich bekommt ein Nutzer 6000 Werbekontakte pro Tag", erklärte der Bit-Chef. Und für Dahm ist dabei klar: "Das Markenvertrauen bleibt hier die höchste Währung." Auch deshalb stellt er den Autokonzernen in Sachen Diesel- Skandal keine guten Noten aus: "Das ist ein Trauerspiel."

Gerade in Krisenzeiten seien Unternehmen gefordert: Höchste Transparenz, offene Kommunikation und eine schnelle Rückrufaktion wären notwendig gewesen. "Daraus müssen wir alle lernen", sagte Dahm. Für Moderator Stefan Bohl, Initiator der "Job Initiative Eifel" (siehe Info), eine gute Gelegenheit, die übrigen Podiumsteilnehmer miteinzubeziehen. "Wie stellt sich ein Medienhaus wie der TV auf die Herausforderungen ein?", fragte er TV-Redakteur Alexander Houben. "Wir erreichen unsere Leser auf vielen Kanälen, als gedruckte Zeitung seit über 140 Jahren, aber auch mit neuen Produkten wie der "Woch" und übers Internet auf volksfreund.de, per App über Facebook oder Twitter. Der Kanal ist uns egal, Hauptsache wir erreichen die Menschen in der Region", sagt Alexander Houben. Als gelungenes Beispiel nannte er die Blitzer-App, die inzwischen schon 14 000 Nutzer zählt. Doch auch die Volksbank Eifel ist digital schon bestens unterwegs, wie Markus Müller erklärte: "Mit paydirekt gibt es ein eigenes Online-Bezahlverfahren der Banken in Deutschland, das sicher, einfach und direkt ist." Vor allem würden die Daten bei diesem Verfahren lediglich bei der Bank bleiben.

Manfred Klasen, Innogy-Vertriebsleiter (ehemals RWE), sieht die Entwicklung als Vorteil und Erleichterung für die Menschen. Die Vernetzung mache es etwa dem Energiekonzern einfach, ein E-Auto in Bitburg zu installieren. "Nach der kostenlosen Registrierung kann man für 45 Cent pro Kilometer losfahren, freut sich Bohl, der sich als Erster für die Nutzung eingeschrieben hat. Die digitale Zukunft gehört bei Edmund Johanns schon zum täglichen Geschäft. Der Chef der Johanns Systemhaus GmbH sieht mit einem gewandelten Verbraucherverhalten auch die Wirtschaft gefordert. "Wir bewegen uns vom Produktmarketing auf ein Contentmarketing hin." Dabei wird versucht, Zielgruppen mit informierenden, beratenden und unterhaltenden Inhalten anzusprechen. Stefan Bohl interessierte da: "Wie geht es bei Bitburger nach Formel 1 und DFB weiter?" Die Strategie für Axel Dahm ist klar: "Das Produkt muss von der Bühne und in den Kühlschrank. Wir wollen unseren Kunden sagen warum unser Bier das beste ist und warum es etwas Besonderes ist." Da spiele viel Heimat mit - und regionale Produkte von höchster Qualität wie der Bitburger Siegelhopfen aus Holsthum von der Familie Dick.Extra: DIE BITBURGER RUNDE


Die "Bitburger Runde" fand bei der fünften Messe "Job Initiative Eifel" in der Stadthalle statt. Arbeitergeber vieler Branchen stellen sich vor und betreuen die Besucher rund um die Themen Jobsuche, Karriere, Aus- und Weiterbildung. Initiatoren sind Bohl Design & Kommunikation und die Volksbank Eifel eG.