Jugend entdeckt Liebe zur Architektur

Jugend entdeckt Liebe zur Architektur

Schüler im Eifelkreis Bitburg-Prüm haben sich intensiv mit Baukultur auseinandergesetzt. Was ihnen zu dem Thema eingefallen ist und wie ihr Traumhaus aussehen könnte, davon können sich Besucher der Kreissparkasse Bitburg-Prüm in Bitburg bei einer Ausstellung in den Räumen des Geldinstituts überzeugen.

Bitburg. Daniela Roth aus der elften Klasse des St.-Willibrord-Gymnasiums in Bitburg hat sich mit viel Liebe zum Detail ihr Traumhaus geschaffen. Natürlich kein echtes, sondern ein Modell. Über 100 Stunden hat sie an dem Bau akribisch gefeilt. Allein das Aussägen der vielen kleinen Dachziegel hat viel Zeit in Anspruch genommen.
Die Schülerin hat sich viel mehr als 100 andere Jugendliche der Theobald-Simon-Berufsschule Bitburg (betreuender Lehrer Bernd Ewald), der Realschule plus Bitburg (Philipp Kesse), der Realschule plus Neuerburg (Thomas Reifer) und dem St.-Willibrord-Gymnasium (Johannes Fox und Sina-Jennifer Roland) mit dem Thema Baukultur beschäftigt.
Marlen Meyer vom Medienzentrum des Eifelkreises und Studiendirektorin am Gymnasium Bitburg hat das Projekt zusammen mit Herbert Mayer, dem Baukulturbeauftragten des Kreises ins Leben gerufen. "Wir müssen bei den jungen Leuten anfangen", sagt Meyer, sagt sie über ihr Anliegen, ein Gespür für Baukultur weiterzugeben.
Die Schüler wurden während des Projekts auf unterschiedliche Weise aktiv. Einige von ihnen führten Interviews mit Fachleuten, die Jüngeren machten sich Gedanken über ihr Traumhaus. Dabei gab es nicht nur Überlegungen, in welcher Lieblingsfarbe es gestrichen sein sollte, sondern auch, dass es beispielsweise dicht ist und es finanziert werden muss. Schüler des Bitburger Gymnasiums haben sich über Trends Gedanken gemacht und ein Zukunftsszenario Eifelbaukultur 2060 entworfen. In der Ausstellung in der Sparkasse zeigen sie auch ein energieautarkes Haus in einem Modell.
Die Fünftklässler des Gymnasiums haben ein Modell Willi-Dorf entworfen, bei dem es um eine nachbarschaftsfreundliche Raumaufteilung geht.
Den Schülern der Berufsschule in der Fachrichtung Tischler ist es gelungen, eine 130 Jahre alte gründerzeitliche Tür zu retten, die als Brennholz entsorgt werden sollte. noj
Die Schülerarbeiten sind noch bis zum 28. November in der Sparkasse Bitburg zu sehen.