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Jugendgästehaus als Zugpferd

PRÜM/DALEIDEN. Die Verkehrsvereinigung Prümer Land möchte sich auch künftig um die touristische Infrastruktur der Region kümmern. In diesem Jahr sind zur Förderung kleinerer und größerer Projekte insgesamt rund 21 000 Euro vorgesehen. Von unserem Redakteur <br>MANFRED REUTER

Die Verkehrsvereinigung Prümer Land ist ein Zusammenschluss der Orte aus den Verbandsgemeinden Arzfeld und Prüm unter Vorsitz von Aloysius Söhngen, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Prüm. Gemeinsames Ziel ist seit Jahren, den Fremdenverkehr zu fördern und die touristische Infrastruktur auszubauen. Der Vereinigung steht 2005 ein Budget von rund 21 000 Euro zur Verfügung (Einzelheiten im Hintergrund) , das sich aus Mitgliedsbeiträgen der Gemeinden und einem Kreiszuschuss zusammensetzt. Das Geld wird in diesem Jahr zum Beispiel eingesetzt, um touristische Informationstafeln aufzustellen, Wegekreuze zu restaurieren, die Wanderwege-Infrastruktur zu verbessern und Wanderbrücken zu erneuern. Bei der Mitgliederversammlung im Daleidener Haus Islek referierte der Leiter der Tourist-Information Prümer Land, Georg Sternitzke, über die Situation des Fremdenverkehrs in den beiden Verbandsgemeinden. Erfreulich: Die voraussichtlichen Übernachtungszahlen für 2004 weisen in der Verbandsgemeinde Prüm einen Zuwachs von 23 Prozent aus. In der Verbandsgemeinde Arzfeld hingegen muss von einem leichten Rückgang von 1,5 Prozent ausgegangen werden. Die Gründe für den positiven Trend in der Verbandsgemeinde Prüm liegen laut Sternitzke in der Steigerung der Zimmerqualität und der Servicebereitschaft. Außerdem führt der Experte die längere Verweildauer der Gäste, den allgemeinen Trend zum Deutschland-Urlaub und die Erweiterung der Bettenkapazität durch das Prümer Jugendgästehaus ins Feld. Als besondere Aktion im Jahr 2004 bezeichnete Georg Sternitzke die Qualitätsoffensive Eifel für kleine und mittlere Betriebe. Auf diesem Sektor sei in verschiedenen Basis-Seminaren den Vermietern umfangreiches Wissen vermittelt worden. Ein weiterer Schwerpunkt sei die Verbesserung der Wanderwege-Infrastruktur gewesen. Besonders mit Blick auf den Deutschen Wandertag 2006 in der Eifel seien bereits deutliche Verbesserungen vorgenommen worden, erklärte Sternitzke. "Zur Zeit entstehen neue Wanderparkplätze in einem gemeinsamen Projekt mit dem Naturpark Nordeifel und die Bildung eines Radroutenteams für die Prümtalroute von Gerolstein nach Minden", betonte der Prümer Verkehrsamts-Chef. Eine Vielzahl von Aktionen seien zudem in Planung und zeugten von einer regen Tätigkeit der Verkehrsvereinigung auch in den kommenden Jahren.