Jupiter Jones surft auf Welle der Sympathie - Eifeler Band gibt ihr erstes Konzert in der Region mit neuem Sänger vor 1700 Fans
Prüm · 1700 Menschen haben am Donnerstagabend mit Jupiter Jones die zweite "Lokalrunde" in der Markthalle in Prüm gefeiert. Es war das erste Konzert in der Region mit dem neuen Sänger Sven Lauer. Und dafür ließ sich die Band einiges einfallen.
Er springt über die Boxen, flirtet mit den Fans, klettert einen Mast hoch und surft mit einem echten Surfbrett über die Menge: Sven Lauer, der neue Sänger von Jupiter Jones, zieht die Fans mit.
Die rund 1700 Menschen, die gekommen sind, um das erste Konzert in der Region mit ihm zu sehen, gehen in die Knie, springen gemeinsam wieder auf, klatschen, jubeln und singen kräftig mit. Am Ende des Abends hat er sie alle überzeugt.
Ian Mc Fadyen (48) aus Nohn ist begeistert: "Einfach fantastisch! Das hätte ich nicht erwartet mit dem neuen Sänger, aber der Mann ist einfach 'ne geile Sau!"
Die Band in der Besetzung Sven Lauer (Gesang/Gitarre), Sascha Eigner (Gitarre), Andreas Becker (Bass) und Marco Hontheim (Schlagzeug) schöpft ihr Repertoire aus den fünf Alben voll aus: von dem Klassiker "Auf das Leben" über den Song "Still", mit dem sie berühmt wurde, bis zu ihrem letzten Hit "Plötzlich hält die Welt an", mit dem sie vor zwei Wochen den zweiten Platz beim Bundesvision Song Contest belegte. Dafür bedankt sich die Band auch bei ihrer Heimat Prüm, bevor sie das neue Lied spielt.
Sven Lauer: "Vielen Dank, dass ihr uns die letzten Jahre so gut unterstützt habt! Und danke auch, dass ihr vor zwei Wochen so fleißig für uns getippt habt."
Er erntet tosenden Applaus. Genauso lautet die jubelnde Antwort auf seine Frage: "Prüm, habt ihr Lust auf eine Lokalrunde Nummer drei?", worauf er erwidert: "Schön! Das freut uns. Wir kommen gerne wieder nach Prüm."
Unterstützt werden die Echo-Gewinner 2012 von ihren Gastmusikern Tobias Schmitz, Marco Lehnertz (beide Keyboard), Michael Hupperts (Posaune) und Florian Esch (Trompete). Auf sie und die restliche Crew hebt die Band am Ende des Abends ihr Schnapsglas: "Auf euch! Auf das Leben! Vielen Dank!"
Mit dem Abschlusssong "Immer für immer" und mit den Worten "Danke, Heimat! Wir kommen gerne wieder!" verlassen die Eifeler Jungs die Bühne.
Gitarrist Sascha Eigner ist nach dem Konzert begeistert: "Es war fast schon überwältigend gut." Sie hätten ja um die spezielle Situation mit der neuen Konstellation gewusst. Und seien besonders aufgeregt gewesen, so zum ersten Mal in der Heimat aufzutreten. Seine Oma sei da gewesen, sein ehemaliger Schulleiter.
Außerdem kämen in Prüm viele Erinnerungen hoch: Er sei zusammen mit Sven Lauer in Prüm aufgewachsen, dort in den Kindergarten gegangen, habe mit ihm mit 14 Jahren seine erste Band gegründet. Es seien einfach so viele Menschen da, die man schon seit vielen Jahren kenne. Das sei dann schon eine ganz andere Nervosität als zum Beispiel in der Stadthalle in Hannover, wo sie einen Tag später, am Freitagabend, spielen. Doch die Ängste haben sich in Luft aufgelöst: "Wir haben eben noch mal drüber gesprochen. Wir haben das total genossen. Die Stimmung war richtig gut. Wir sind überglücklich."
Ihr Comeback in der Heimat scheinen sie noch kräftig gefeiert zu haben. Auf Facebook posten sie am Freitagmorgen ein Selfie vom Konzert mit den Worten: "Was für eine ,Zurück-nach-Hause'-Show. Danke an euch alle, die da waren!! Hat jemand ne Aspirin?"
Wer nicht warten möchte, bis Jupiter Jones wieder in die Heimat Prüm kommt, kann bereits am zweiten Weihnachtstag, Freitag, 26. Dezember, um 20 Uhr im Exzellenzhaus Trier mit ihnen feiern. Dort geben sie eines ihrer drei Jahresabschlusskonzerte.