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K164 wird zwischen Neuendorf und Neuenstein gesperrt

Straßenbau : Alles neu zwischen Neuendorf und Neuenstein

Die Sanierung der K 164  soll etwa ein halbes Jahr dauern. Die Straße ist ab kommendem Montag  gesperrt.

Vor fast exakt einem Jahr hat der Kreistag Bitburg-Prüm die Sanierung der K 164 zwischen Neuendorf und Neuenstein als dringendes Sanierungsprojekt ins Straßenbauprogramm aufgenommen, jetzt ist es so weit. Ab Montag wird die Straße voraussichtlich für ein halbes Jahr für den Verkehr gesperrt.

„Es musste jetzt einfach sein. Die schmale Straße ist nicht mehr gut in Schuss“, sagt Neuendorfs Ortsbürgermeister Werner Bartz. Dass für die dringenden Arbeiten gleich ein  halbes Jahr veranschlagt wird, sei natürlich nicht gerade optimal. „Aber was sein muss, muss eben sein“, sagt er. Viele Lastwagen seien auf der direkten Verbindung zwischen dem Eifelkreis und dem Vulkaneifelkreis unterwegs. „Darunter leidet dann auch eben die Fahrbahndecke“, sagt Barz.

Auf knapp zwei Kilometern werde die Fahrbahndecke mit einer zehn Zentimeter dicken Tragdeckschicht erneuert, teilt der Landesbetrieb Mobilität Gerolstein mit. Auch die Bankette werden erneuert und in ihrer Höhe auf die stärkere Fahrbahnschicht angeglichen. Ebenfalls im Erneuerungsprogramm wiederzufinden ist eine Optimierung der Fahrbahnentwässerung. Die Gesamtkosten werden aktuell auf etwa 227 000 Euro geschätzt. Das Bauprojekt wird vom Eifelkreis Bitburg-Prüm finanziert.

„Die Straße wird bis zur Kreisgrenze erneuert, der Vulkaneifelkreis hat seinen Teil der Straße bereits erneuern lassen“, sagt Barz. Dass der Lastkraftverkehr die direkte Verbindung zwischen Ormont und der B 51 durchaus schätzt und gerne nutzt, ist auch an der Ausweisung von gleich zwei Umleitungsstrecken zu erahnen – eine für Autos, eine zweite für den Schwerlastverkehr.

Autos werden von Neuendorf aus über die im vorigen Jahr sanierte L♦23 geführt. Bei Olzheim geht ihre Umleitungsstrecke dann weiter über die K♦169 bis Knaufspesch, ein kurzes Stück über die L♦265 und am Forsthaus Schneifel schließlich über die L♦20 bis nach Ormont und von dort aus bis nach Neuenstein.

Der Schwerlastverkehr wiederum wird von Neuendorf aus über die L♦23 durch Olzheim geführt, fährt dann über die Halbe Meile bis zur L♦265 und biegt dann ebenfalls am Forsthaus Schneifel auf die L♦20 ab in Richtung Ormont. Ab dem Ortszentrum geht es dann wieder über das Vulkankreis-Stück der K♦164 runter nach Neuenstein.

„Ich denke mal, dass sich die Bürger mit den Umleitungen arrangieren können. Das Projekt war ja schon eine Zeit lang angekündigt, und die Umleitung für Autos ist ja auch etwas kürzer als die für Lastwagen“, sagt Barz. Viele Probleme, abgesehen von einer etwas längeren Fahrzeit, werde die Sanierung hoffentlich nicht mit sich bringen.

Jecken können übrigens aufatmen. Mussten Karnevalisten noch vor einem Jahr um ihren Zug bangen, und hoffen, dass die Erneuerung der Neuendorfer Ortsdurchfahrt rechtzeitig fertig wird, betrifft die Sperrung der K♦164 sie diesmal nicht. Auf die Karnevalisten und ihre Nöte angesprochen lacht Barz: „Nein, nein, diesmal muss sich niemand sorgen. Der Zug kann wie gewohnt auf seiner angestammten Strecke durch Neuendorf nach Olzheim ziehen.“