1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Investitionen: Kalkulieren, renaturieren und sanieren

Investitionen : Kalkulieren, renaturieren und sanieren

Etwa 5,4 Millionen Euro will die Verbandsgemeinde Bitburger Land in diesem Jahr in ihre Vorhaben investieren. Das meiste Geld fließt in den Brandschutz.

Heute tagt der Hauptausschuss, in zwei Wochen der Verbandsgemeinderat des Bitburger Lands. Und in beiden Sitzungen auf der Tagesordnung steht der Haushaltsplan 2019. Sollte das Geschäftsjahr so enden wie prognostiziert, so werden der Verbandsgemeinde (VG) am Ende bei der Gegenüberstellung der Ein- und Auszahlungen 224 000 Euro fehlen. Auf die Kassen der Gemeinden und Bürger hat das aber keine direkten Auswirkungen. So sieht der Haushaltsentwurf weder eine Erhöhung der Verbandsgemeinde-Umlage (derzeit 39,75 Prozent) noch eine Anpassung bei den Trink- und Schmutzwassergebühren sowie den Eintrittspreisen des Kyllburger Freibads vor.

Was das Freibad betrifft, so taucht das auch in der Auflistung der geplanten Investitionen auf. Rund 5,4 Millionen Euro will die VG in diesem Jahr ausgeben. Und zu den größten Projekten zählt dabei die Sanierung des Kyllburger Schwimmbads. Knapp 3,5 Millionen Euro sollen in den kommenden drei Jahren in die Einrichtung fließen.

Die VG hofft bei der Renovierung der Schwimmstätte auf die Aufnahme ins Bundesprogramm „Sanierung Sport-, Jugend- und Kultureinrichtungen 2019“. In diesem Fall wäre laut Verwaltung eine Förderung von knapp 1,6 Millionen Euro zu erwarten, sodass sich der Eigenanteil auf 1,9 Millionen Euro reduzieren würde. Im aktuellen Haushaltsplan bleibt das aber zunächst unberücksichtigt: 370 000 Euro sind 2019 für die Planung der Sanierungsarbeiten veranschlagt, mit einem Zuschuss wird nicht gerechnet.

Ganz anders hingegen ist die Situation bei der Renaturierung des Ehlenzbachs. Mit 1,1 Millionen Euro sind die Arbeiten an dem Gewässer auf den Gemarkungen Ehlenz und Ließem die mit Abstand größte Investition in diesem Jahr. Da das Projekt aber im Rahmen der Aktion Blau Plus zu 90 Prozent gefördert werden soll, liegt der voraussichtliche Eigenanteil der Verbandsgemeinde bei lediglich 105 000 Euro.

Blickt man auf die jeweiligen Produktgruppen, so fließt das meiste Geld, nämlich mehr als 1,9 Millionen Euro, in den Brandschutz. Darin enthalten sind beispielsweise die Anschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeugs für die Freiwillige Feuerwehr Wolsfeld (297 000 Euro), die Erweiterung des Gerätehauses in Gindorf (170 000 Euro) oder aber die Anschaffung von Sachanlage und Ausrüstung (rund 300 000 Euro).

Weitere größere Einzelvorhaben sind darüber hinaus die Sanierung der Geschossdecken im Arkadengebäude auf Schloss Malberg (355 000 Euro), die Schaffung eines Mehrgenerationenplatzes am Stausee Bitburg (250 000 Euro) sowie die Renaturierung des Langbachs in Dudeldorf (300 000 Euro).

Den 5,4 Millionen Euro, die insgesamt investiert werden, stehen knapp 2,5 Millionen Euro an zu erwartenden Zuschüssen gegenüber. Unterm Strich ergibt sich damit für die Verbandsgemeinde ein Finanzbedarf in Höhe von 2,9 Millionen Euro, der über Kredite abgedeckt wird.