Kampf gegen die braune Brühe in Bitburger Straßen

Kampf gegen die braune Brühe in Bitburger Straßen

Weil es in einzelnen Ortsgemeinden des Bitburger Lands immer wieder zu Starkregen und Hochwasser kommt, will die VG nun ein Schutzkonzept erarbeiten lassen.

Wie sich Straßen innerhalb weniger Minuten zu schlammigen Sturzbächen entwickeln können, haben die Bettinger im vergangenen Jahr mehrfach erlebt. Gleich zwei Mal innerhalb nur eines Monats wurde die Gemeinde von Überschwemmungen heimgesucht. Ursache dafür war allerdings nicht die Prüm, sondern ein namenloses Rinnsal. Aus dem entwickelte sich oberhalb von Bettingen eine braune Flut, die sich talwärts - vor allem durch die Maximinstraße - ihren Weg suchte.

Bei den Überschwemmungen handelte es sich in beiden Fällen um sogenannte Starkregenereignisse. In Rheinland-Pfalz gab es in 2016, aber auch in 2014 mehrere dieser Ereignisse. Und Klimaexperten gehen davon aus, dass damit angesichts des Klimawandels in Zukunft noch häufiger zu rechnen ist. In der VG Bitburger Land will man das zum Anlass nehmen, örtliche Hochwasserschutzkonzepte für alle Ortsgemeinden erstellen zu lassen, um zukünftig besser vorbereitet zu sein.

So hat der Rat kürzlich beschlossen, ein Konzept in Auftrag zu geben, das sich zunächst mit den neun Prümtal-Gemeinden Echtershausen, Hamm, Biersdorf, Wiersdorf, Wißmannsdorf, Brecht, Oberweis, Bettingen und Wettlingen befasst. Dabei sollen die Schadensursachen aufgearbeitet werden, um daraus dann Maßnahmen abzuleiten. Laut Verwaltung gehe es dabei hauptsächlich darum, den Gemeinden und Anwohnern hilfreiche Tipps zu geben, um die Gefahr und die daraus resultierenden Schäden zu minimieren.

50 000 Euro, für die ein 90-prozentiger Zuschuss vom Land erwartet wird, soll die Erstellung dieses ersten Hochwasserschutzkonzeptes kosten. In einem zweiten Schritt soll dann die Situation in weiteren Gemeinden analysiert werden. So etwa in den drei Kylltal-Gemeinden Zendscheid, St. Thomas und Kyllburg
Bei der Auswahl werden dabei laut Ratsbeschluss vorrangig die Gemeinden zum Zug kommen, die in der Vergangenheit bereits Probleme mit Starkregenereignissen hatten. Das soll unabhängig von der Lage an einzelnen Flussläufen geschehen. Der dafür notwendige Antrag soll Anfang 2018 eingereicht werden.