Kampfmittelräumer entschärfen Fliegerbombe in Bitburg

Kampfmittelräumer entschärfen Fliegerbombe in Bitburg

Der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg, der bei Abrissarbeiten am Postplatz gefunden wurde, wurde am Sonntag entschärft. Um 14.30 Uhr gab Horst Lenz vom rheinland-pfläzischen Kampfmittelräumdienst Entwarnung.

Aufatmen nach einem Großeinsatz: Mehr als 400 Rettungskräfte von Feuerwehr, Polizei, Roten Kreuz und Technischem Hilfswerk waren am Sonntag seit den frühen Morgenstunden in Bitburg auf den Beinen. Am Postplatz galt es, eine Bombe zu entschärfen, auf die ein Baggerfahrer bei Abrissarbeiten am Mittwoch gestoßen ist.

Im Umkreis von 300 Metern rund um die Fundstelle musste nicht nur die gesamte Innenstadt, sondern auch das Krankenhaus evakuiert werden.

Allein vom DRK waren am Sonntag rund 120 Helfer im Einsatz. Sie haben in der Turnhalle der Edith-Stein-Hauptschule ein Behelfskrankenhaus eingerichtet, übergangsweise Patienten versorgt und in der Mensa der Schule ein Ausweichquartier für Innenstadtanwohner geschaffen, die nicht zu Freunden oder Verwandten konnten. Die Stimmung dort war gelöst.

Mit Lautsprecherdurchsagen informierte die Feuerwehr ab 9 Uhr, dass alle Anwohner im Evakuierungsgebiet ihre Häuser verlassen müssen. "Das hat alles reibungslos funktioniert", sagt Wehrführer Manfred Burbach. Dann war die Innenstadt wie leer gefegt. Kein Passant, kein Verkehr. Stille.

Es folgte das Warten. Der Krisenstab unter Leitung von Bürgermeister Joachim Kandels traf in der Feuerwehrwache zusammen. Um 14.30 Uhr meldete dann Horst Lenz, Leiter des dreiköpfigen Einsatzteams vom rheinland-pfälzischen Kampfmittelräumdienst: "Die Bombe ist entschärft." Was den Männer etwas zu schaffen gemacht hat, war, dass der Blindgänger stark verkrustet war. "Den mussten wir mit Sandstrahlern vorsichtig säubern. Das hat länger gedauert, als das Abdrehen des Zünders", sagt Lenz.

Einsatzleiter Kandels bedankt sich bei allen Rettungskräften für den reibungslosen Großeinsatz. "Das hat hervorragend geklappt. Ich bin erleichtert."
Zum Nachlesen: Der Live-Ticker zur Entschärfung


Hier noch einmal unser Live-Ticker zur Entschärfung zum Nachlesen.

14:37 Uhr
Die Straßensperrungen in Bitburg sind wieder aufgehoben. Die Menschen können in ihre Häuser zurückkehren.

14:31 Uhr
Bombe entschärft!
Um 14.30 Uhr ist die Weltkriegsbombe in Bitburg entschärft worden.

14:28 Uhr
Sobald die Bombe entschärft ist, wird das Handy von Bitburgs Polizeichef Dietmar Braun klingeln. Bislang blieb es stumm, noch sind die Kampfmittelräumer bei der Arbeit.

14:13 Uhr
Immer noch gespanntes Warten. Auch in der Einsatzzentrale in Bitburg wartet alles auf den Anruf von Kampfmittelräumdienst-Chef Horst Lenz. Der hat noch keine Entwarnung gegeben.

13:50 Uhr
Zehn Minuten vor der Entschärfung herrscht in der Feuerwache gespanntes Warten.

13:30 Uhr
Der Einsatzstab in Bitburg unter Führung von Einsatzleiter und Bürgermeister Joachim Kandels trifft sich zu einer letzten Besprechung, bevor um 14 Uhr die Entschärfung beginnen soll.

13:09 Uhr
Der Regen vom Vormittag ist in Bitburg inzwischen in Schnee übergegangen. Das macht die Arbeit für die Kampfmittelräumer nicht einfacher.

13:05 Uhr
Bürgermeister und Einsatzleiter Joachim Kandels lobt die gute Zusammenarbeit im Einsatzstab. Der wird sich um 13.30 Uhr noch einmal treffen, um letzte Details zu besprechen.

13:04 Uhr
Nachtrag zum Helfer-Essen: 60kg Nudeln, 50kg Hackfleisch, 4kg Zwiebeln auch zum Nachkochen, wenn jemand mal 450 Gäste hat.

13:03 Uhr
Bürgermeister Joachim Kandels besucht die Räumer vom Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz KMRD bei der Bombe und wünscht ihnen gutes Gelingen. KMRD-Chef Horst Lenz ist noch nicht am Einsatzort.

12:52 Uhr
In der Bitburger Innenstadt ist es unterdessen eher ungemütlich. Wohl dem, der wetterfeste Kleidung wie der Motorradpolizist auf unserem Foto trägt.

12:48 Uhr
In der DRK-Rettungswache in Bitburg-Masholder sorgen fleißige Helfer dafür, dass auch rund 450 Helfer nicht hungern müssen. Seit 8 Uhr kochen sie Nudeln mit Hackfleischsoße. Vorbereitungszeit: zwei Tage.

12:25 Uhr
Bitburgs Bürgermeister Joachim Kandels besucht auch die Evakuierten in der Mensa der Edith-Stein-Schule.

12:11 Uhr
Vor Ort bei den Evakuierten ist auch Joachim Kandels in Begleitung seiner Frau Maria. Er ist auch bei der Presse vor Ort ein gefragter Mann.

12:10 Uhr
Die Helfer des DRK, die sich um die Evakuierten kümmern, kommen aus dem gesamten Eifelkreis Bitburg-Prüm. Auch Freiwillige haben dem Verband ihre Hilfe angeboten.

12:04 Uhr
Landtagsabgeordneter und DRK-Chef Michael Billen ist auch bei den Evakuierten vor Ort, um sich über das Befinden und die Situation zu erkundigen.

12:01 Uhr
In der Turnhalle des Schulzentrums werden die Kranken vom DRK versorgt. Die äußern sich sehr positiv über die Betreuung.

11:42 Uhr
In der Mensa des Schulzentrums gibt es für Evakuierte Brötchen und Getränke. Das DRK ist dort insgesamt mit 120 Leuten im Einsatz.

11:36 Uhr
Im Schulzentrum in Bitburg hat das DRK Stellung bezogen und versorgt Evakuierte mit Essen. Dort können sich die Menschen auch beschäftigen, so lange sie auf die Entschärfung der Weltkriegsbombe warten.

11:21 Uhr
Das Krankenhaus in Bitburg ist komplett geräumt. In einem letzten Kontrollgang hat die Hausfeuerwehr noch einmal alle Zimmer kontrolliert.

10:47 Uhr
Mit dabei hat die Feuerwehr in der Fußgängerzone auch zwei Polizeibeamte. Sie sollen die Einsatzkräfte unterstützten und helfen, Bürger zu überzeugen, die sich weigern, ihr Haus zu verlassen. Bislang verhalten sich die Bitburger aber äußerst vernünftig. Es kam noch zu keinen Zwischenfällen.

10:24 Uhr
Auch zu Fuß ist die Feuerwehr in der Stadt unterwegs und geht von Tür zu Tür, um die Bewohner über die bevorstehende Evakuierung zu informieren.

10:10 Uhr
Der Bombenfundort wurde abgesichert und wird von der Polizei bewacht.

10:05 Uhr
Rund um das Evakuierungsgebiet sind Absperrungen aufgestellt, damit niemand mehr das Evakuierungsgebiet betritt.

09:51 Uhr
Gottesdienste und Veranstaltungen im Evakuierungsgebiet wurden abgesagt oder an andere Orte verlegt.

09:42 Uhr
"Achtung, Achtung, bitte verlassen Sie umgehend Ihre Wohnung!" - Polizei und Feuerwehr sind in der Innenstadt unterwegs, um mit Durchsagen die Bürger über die bevorstehende Entschärfung zu informieren.

09:31 Uhr
Am Sonntagmorgen gleicht die Innenstadt von Bitburg einer Geisterstadt. Rolläden sind heruntergelassen, Stühle zusammengeräumt. Die Polizei ist zu Fuß und per Auto auf Streife. Alles ist ruhig, fast unheimlich. Ein Rettungswagen fährt durch die Fußgängerzone, Feuerwehrmänner machen Kontrollgänge. Es ist wie die Ruhe vor dem Sturm...