Tierschutz : Katzenbabys in Not

Es ist Frühling, und viele kleine Katzen erblicken das Licht der Welt. Doch nicht alle haben einen guten Start ins Leben und müssen auf Pflegestellen gerettet werden. Das kostet viel Zeit und Geld.

Bei Katzenbabys denken die meisten an tapsige flauschige Fellknäuel, die man gerne hätscheln und streicheln möchte.

Die Realität sieht für viele Tierfreunde oft anders aus. Mitunter sogar richtig grausam. So erzählt eine Tierschützerin vom Förderverein Eifeltierheim auf Facebook von einem besonders grausamen Fall, der für eines der Tiere tödlich endete. Bei der Geburt mehrerer Katzenbabys durch eine verwilderte Katze hatten sich  die Kleinen durch ihre Nabelschnüre, verklebte Mutterkuchen und Blutklumpen derart miteinander verwickelt, dass dadurch ihre Beinchen abgeschnürt wurden und sie sich nicht bewegen konnten. Die Kitten, so heißt es weiter, hätten vor Schmerzen geschrien.

Zwar konnten die Kleinen beim Tiernotdienst voneinander getrennt werden, aber dennoch hat eines der Kitten nicht überlebt. Dies ist zwar ein besonders schlimmer Fall. Trotzdem stehen die Vereinsmitglieder jedes Jahr vor einer riesigen Herausforderung, um alle Katzenkinder gut zu versorgen, bestätigt Anke Zimmer.

„Jetzt sind gerade die ersten Katzenkinder geboren, wir denken mit Schrecken ans letzte Jahr zurück“, sagt sie. Schon 2019 seien fast täglich Anrufe eingegangen,   wo Leute am Fahrradweg, auf dem Müllplatz beim Friedhof und ähnlichen Plätzen Flaschenkinder gefunden hatten.

Diese seien zwar alle noch rechtzeitig in gute Obhut gekommen, aber die Zahl der Pflegestellen sei knapp. Und die Aufzucht von solch kleinen Katzen sei sehr zeit- und wegen der Spezialnahrung auch kostenintensiv.

Wenn Katzenbabys ohne Mutter versorgt werden müssen, heißt das für die ehrenamtlichen Betreiber der Pflegestellen, dass sie rund um die Uhr im Abstand von nur wenigen Stunden mit der Flasche gefüttert und gepflegt werden müssen. Bei einem Wurf von zwei bis drei Katzen ist das schon viel Arbeit; oft werden auf einer Pflegestelle bis zu 20 Flaschenkinder versorgt.

Deshalb appelliert Anke Zimmer dringend an alle Katzenbesitzer, ihre Tiere kastrieren zu lassen. Oder, wenn es doch Nachwuchs gibt, die Tierchen nicht einfach auszusetzen, sondern sich Hilfe zu suchen und die Muttertiere gegebenenfalls mit abzugeben.

Zu tun hatten die Vereinsmitglieder auch in den vergangenen Wochen schon einiges. Wie Anke Zimmer berichtet, wurden unter anderem 15 Katzen aus einem Haushalt in Bitburg geholt, drei davon waren tragend. An einer anderen Stelle mussten auf einen Schlag 17 Katzen versorgt werden.

Erschwerend kommt für den Förderverein Eifeltierheim in diesem Jahr die Corona-Krise hinzu, in der wesentlich weniger Spenden eingehen als üblich.

Wer den Verein unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf das Vereinskonto tun:  Förderverein Eifeltierheim Altrich, IBAN: DE33 5875 1230 0032 1295 20, BIC: MALADE51BKS, Sparkasse Mittelmosel.