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Kaum Besuch in den Krankenhäusern der Eifel

Coronavirus : Keine Besucher in den Krankenhäusern der Eifel

Die Kliniken haben verschiedene Vorsichtsmaßnahmen umgesetzt, um Patienten und Mitarbeiter vor einer Infektionen mit dem Coronavirus im Krankenhaus zu schützen.

Wer seine Angehörigen im Maria-Hilf-Krankenhaus in Daun besuchen will, kann das seit vergangener Woche nur noch mit einer Ausnahmegenehmigung. Im Zuge der Corona-Krise hat das Krankenhaus einen Besucherstopp veranlasst.

Prokurist Günter Leyendecker erklärt: „Ein generelles Besuchsverbot wurde bereits vergangene Woche erteilt. Alle Patienten und Besucher, die mit einer Ausnahmegenehmigung ins Krankenhaus kommen, werden in einem Vorzelt medizinisch geprüft.“ Dieses Zelt steht im Innenhof vor dem Haus, ist ausgeschildert und zwischen 7 und 18 Uhr besetzt. Außerhalb dieser Zeiten werde eine Dienstbereitschaft am Haupteingang vorgehalten.  Kinder unter 16 Jahren seien allerdings strikt ausgeschlossen.

Im St. Joseph Krankenhaus Prüm gelten ähnliche Bestimmungen. Die Klinikleitung teilt auf ihrer Website mit: „Angesichts der steigenden Infektionsgefahr und auf Weisung der Behörden gilt zum Schutz aller Patienten jetzt ein Besuchsstopp.“ Dieser gelte für das gesamte Krankenhaus. Ausnahmen seien nur bei dringenden und berechtigten Fällen und unter Beachtung bestimmter Hygieneregeln möglich.

Für die Versorgung mit Wäsche und anderen Mitbringseln hat sich das Haus eine Art Kurierservice eingerichtet. Die Mitarbeiter nehmen die mitgebrachte Wäsche am Haupteingang von den Angehörigen entgegen, geben diese beim Patienten ab und bringen gegebenenfalls die Schmutzwäsche den Angehörigen wieder zum Haupteingang zurück.

Im Marienhaus-Klinikum in Bitburg können Patienten seit heute auch nur noch im Ausnahmefall besucht werden. Während in der vergangenen Woche bisher nur eingeschränkte Besuchszeiten und -bedingungen galten, zieht das Bitburger Krankenhaus nun mit den anderen Häusern gleich und verhängt ebenfalls ein komplettes Besucherverbot.

Die Caféteria wurde ebenfalls in der vergangenen Woche bis auf weiteres für Patienten und Besucher geschlossen. Zudem wurden auch alle Veranstaltungen, beispielsweise Gottesdienste, Kreißsaalführungen und Treffen der Selbsthilfegruppen, abgesagt.

Für das zum Corona-Haus umfunkitionierte St. Elisabeth Krankenhaus in Gerolstein wird der Besuch laut Frieling nur in extremen Ausnahmefällen gestattet.