Straßenbauarbeiten: Kaum fertig, geht’s von vorne los

Straßenbauarbeiten : Kaum fertig, geht’s von vorne los

Nach der Asphaltsanierung 2018 wird aktuell schon wieder in der Sauerstraße in Bitburg wegen Leitungsarbeiten gebaggert. Wirklich sinnvoll ist dieser Ablauf nicht.

(de) Moment, das passt doch nicht richtig. Erst repariert die Stadt Bitburg vergangenes Jahr den Asphalt in der Sauerstraße, nun wird die Straße wieder aufgerissen. Warum? Diese Frage hat sich Stadtratsmitglied Alexander Jutz (Grüne) gestellt. Und nicht nur er, wie er im Rat erklärte. Auch etliche Anwohner würden sich über die Vorgehensweise wundern.

Stadtpressesprecher Werner Krämer erklärt: „In der Sauerstraße wird die Hauptwasserleitung erneuert sowie in diesem Zuge eine Kanalreparatur durchgeführt.“ Zudem würden die Werke auch den Kanal, dort wo notwendig reparieren. So weit, so gut. Aber wäre es nicht geschickter gewesen, diese Arbeiten im Untergrund zu erledigen, bevor der Asphalt saniert wird? Denn tatsächlich, bestätigt Krämer, war bereits 2018, als die Straße saniert wurde, bekannt, dass im Folgejahr die Wasserleitung erneuert werden soll. „Die Leitung wird zum großen Teil unter dem Bürgersteig verlegt, der sowieso saniert werden müsste“, sagt Krämer. Zum großen Teil, ja. Aber ein Blick in die Sauerstraße reicht, um zu sehen, dass eben auch Teile der sanierten Straße wieder aufgerissen werden müssen.

„Hätte man diese Arbeiten nicht besser aufeinander abstimmen können“, fragten dann mehrere Ratsmitglieder in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. „Ja, hätte, hätte“, sagte Bürgermeister Joachim Kandels. Zum einen aber werde die neue Leitung ja größtenteils unter dem sanierungsbedürftigen Bürgersteig verlegt und zum anderen sei die Straßendecke so stark beschädigt gewesen, „dass ein schnellstmögliches Handeln geboten war“.

Die Asphaltsanierung hat die Stadt 2018 nach Angaben der Verwaltung rund 8600 Euro gekostet. Die derzeitigen Arbeiten, für die die Firma Wadle als günstigster Bieter den Zuschlag bekam, belaufen sich auf 62 000 Euro. Das Vorhaben, das seit Frühjahr läuft, sei „weitestgehend“ abgewickelt, sagt Krämer. In seinen Augen hat die gewählte Vorgehensweise auch einen Vorteil: „So konnte der Verkehr den Winter über ungestört fließen.“

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