Kaum Landesgeld für Eifeler Großprojekte abrufbar

Der Kreis hat drei Anträge gestellt, aber es gibt nur wenig zu holen : Kaum Landesgeld für Eifeler Großprojekte abrufbar

Die Irreler Kita, das Freibad in Kyllburg und die Sporthalle in Daleiden stellen Gemeinden vor Millionenkosten. Deshalb hat der Kreis nun beim Land Fördergeld für die Bauvorhaben beantragt. Viel drin ist aber nicht.

Der Jugendhilfeausschuss hat in vergangener Sitzung Fördergeld für drei Großprojekte beantragt: den Neubau der Kindertagesstätte Irrel, die Sanierung des Kyllburger Freibades und die Renovierung der Sporthalle Daleiden. Jetzt hofft der Kreis auf Geld vom Land Rheinland-Pfalz.

Vom Bund ist zumindest für zwei der Vorhaben kein Geld zu erwarten. Das Kyllburger Freibad und die Sporthalle Daleiden wurden für ein Förderprogramm angemeldet, allerdings nicht berücktsichtigt (der TV berichtete). Nun klopft der Kreis in Mainz an, um Geld aus dem Topf „Sportanlagen-Förderung“ zu bekommen.

Auf diesem Gelände vor der Grund- und Realschule plus in Irrel soll die neue Kindertagesstätte entstehen. Foto: TV/Stefanie Glandien

Der Jugendhilfeausschuss hat dazu eine Prioritätenliste beschlossen. Demnach soll die Sanierung des Freibads Kyllburg an erster Stelle stehen, die der Sporthalle Daleiden an zweiter. Wenn 2020 also nur eines der Projekte einen Zuschuss bekommt, wovon Kreissprecher Ansgar Dondelinger aufgrund des begrenzten Budgets ausgeht, dann wäre dies wohl das Freibad.

Das ist keine Überraschung, ist der Sanierungsbedarf in Kyllburg wohl deutlich höher. Die Sportstätte ist in die Jahre gekommen. Becken, Duschen und Technik müssten dringend erneuert werden. Zudem ist die Wärmepumpe im Bad derart veraltet, dass sie – sollte sie mal ausfallen – nichtmal repariert werden dürfte. Nach Schätzungen würde eine Renovierung rund 3,5 Millionen Euro kosten. Die Sanierung der Sporthalle Daleiden wäre für rund 1,6 Millionen zu haben.

Den größten Anteil werden die jeweiligen Verbandsgemeinden aber selbst stemmen müssen – selbst wenn es Zuschüsse gibt. Der Kreis rechnet für das Freibad in Kyllburg mit einer Förderung von maximal 30 Prozent der Kosten, in Daleiden wären es immerhin 40 Prozent.

Noch weniger Landesgeld ist laut Kreissprecher Ansgar Dondelinger für den Neubau der Riesenkita in Irrel drin: „Die Förderrichtlinien des Landes sehen für die Baumaßnahme der Kita Irrel eine Förderung von 150 000 Euro vor.“ Bei einem Projekt, das derzeit mit fünf Millionen Euro beziffert wird, fällt das kaum ins Gewicht. Nach aktuellem Stand müssten die umliegenden Ortsgemeinden den größten Anteil selbst tragen. Allein auf Irrel, den größten Ort in der Gegend, entfielen so rund zwei Millionen Euro. Doch noch ist nichtmal klar, ob es überhaupt einen Zuschuss gibt. Dies hänge, schreibt der Kreissprecher, auch davon ab, ob noch ausreichende Mittel im Fördertopf des Landes lagern.

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