Kein Geld verheizen

Noch lässt der Beschluss für ein neues Energiespar-Konzept für die öffentlichen Gebäude in Bitburg auf sich warten. Denn es besteht Unklarheit, was das Konzept genau beinhalten soll. Doch grundsätzliche Einwände gegen die Energie-Analyse der öffentlichen Gebäude der Stadt hat keine der Fraktionen bei der jüngsten Stadtratssitzung vorgebracht. In der nächsten Sitzung soll das Thema erneut behandelt werden.

Bitburg. Über das Vorhaben, für die öffentlichen Gebäude ein Energiespar-Konzept in Auftrag zu geben, herrschte quer durch alle Fraktionen im Bitburger Stadtrat Einigkeit. Doch weil es noch keine genauen Informationen darüber gibt, was in dem Konzept genau aufgeführt werden soll und wie teuer ein solches Konzept wird, hat der Rat das Thema auf die nächste Sitzung vertagt.

Nach dem Willen von Johannes Roß-Klein (Bündnis 90/Grüne) soll das Konzept zunächst einmal den Ist-Zustand erfassen und die bestehenden Mängel auflisten. Davon ausgehend soll das Energiespar-Potenzial aufgezeigt werden. Wichtig dabei ist für ihn, klare Schwerpunkte bei der Verbesserung zu setzen und kurzfristige Möglichkeiten aufzuzeigen. Außerdem soll das Energiespar-Konzept einen jährlichen Energiebericht für die öffentlichen Gebäude enthalten.

Bürgermeister Joachim Streit will außerdem noch eine wirtschaftliche Gegenüberstellung in das Konzept aufnehmen. Diese soll deutlich machen, welche Kosten energiesparende Investitionen verursachen und welche langfristigen Einsparmöglichkeiten sich daraus ergeben. Kurz, ob sich die Investitionen auch wirtschaftlich rechnen. Im Zusammenhang mit dem Energiespar-Konzept sollen für die öffentlichen Gebäude auch Energie-Ausweise ausgestellt werden.

Offen ist außerdem noch, wer mit der Erstellung des Konzepts beauftragt werden soll. Bisher war ein Trierer Ingenieur-Büro für diese Aufgabe vorgesehen. Dieses Büro macht derzeit bereits im Bitburger Rathaus die wöchentliche Energieberatung im Auftrag der Verbraucherzentrale und hat nach Angaben der Verwaltung bereits andere Kommunen beraten. Auf Anregung der Liste Streit sollen jedoch auch Alternativ-Angebote eingeholt werden.