Kein Grenzwert, viele Leitwerte

Darüber, wie viel Uran dem Menschen gut tut, gibt es verschiedene Ansichten. Nur einen gesetzlich verbindlichen Grenzwert, den gibt es bislang nicht. Falls er kommt, könnte dies für Bitburg Probleme mit sich bringen.

Bitburg. (kah) Einen Grenzwert für den Urangehalt des Trinkwassers gibt es bislang nicht. Die Weltgesundheitsorganisation hat allerdings einen Leitwert von 15 Mikrogramm festgelegt. Diese Menge hält sie bei lebenslanger Aufnahme für unbedenklich. Das Umweltbundesamt hingegen empfiehlt einen Leitwert von nur zehn Mikrogramm Uran je Liter. Mineralwasser, das mit einem Hinweis auf die Eignung zur Zubereitung von Babynahrung beworben werden soll, darf nur zwei Mikrogramm Uran je Liter enthalten. Dass es in der Trinkwasser-Richtlinie bislang keinen Grenzwert gibt, wird von der rheinland-pfälzischen Umweltministerin Margit Conrad kritisiert. Sie will sich dafür einsetzen, dass der Wert, den das Bundesministerium empfiehlt, als Höchstgrenze dient - also "nur" zehn Mikrogramm. Für Bitburg würde dies bedeuten, dass zumindest das Wasser, das am Königswäldchen gefördert wird, den Grenzwert überschreitet und die Stadt unter Umständen Maßnahmen ergreifen muss.