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Bebauungsplan: Kein Wildwuchs in Irrel

Bebauungsplan : Kein Wildwuchs in Irrel

Mit dem Gebiet zwischen der Prümzurlayer Straße und der Ewerhartstraße hat sich der Ortsgemeinderat beschäftigt. Ein Bebauungsplan soll Großbauten verhindern.

Häuser mit ein oder zwei Geschossen prägen derzeit das Gebiet am Ortseingang von Irrel zwischen Prümzurlayer Straße und der Ewerhartstraße. Damit das auch so bleibt, hat der Ortsgemeinderat beschlossen, einen Bebauungsplan zu erstellen.

Wie Ortsbürgermeister Herbert Theis sagt, sei ein Grundstück verkauft worden, das in diesem Gebiet liegt. „Wir möchten verhindern, dass das jetzt ausgenutzt wird, um ein großes mehrstöckiges Haus zu bauen.“ Das wolle man nicht haben, sagt Theis im Gespräch mit dem TV. Es müsse verhindert werden, dass Bauten entstehen, die sich nicht in die Umgebung einpassen. „Wir verhindern einen Wildwuchs“, hieß es dazu in der Sitzung.Im Zentrum der Gemeinde sei eine kleinteilige Bebauung vorgesehen, sagt Theis weiter. Das heißt, dass die Häuser maximal zwei Geschosse plus Satteldach haben sollen. Gerne wolle man jungen Familien die Gelegenheit geben, zu bauen oder Häuser zu kaufen.

Interesse an Häusern ist in Irrel groß, bestätigt Theis. Derzeit würden der Gemeinde fünf bis sechs Anfragen vorliegen. Im Neubaugebiet Auf Theren II gebe es noch Grundstücke, aber die seien meist in privater Hand. Die Grundstücke der Ortsgemeinde seien alle verkauft. Im Neubaugebiet Auf Theren I sei fast alles bebaut. Das Problem sei, dass Eigentümer ihre Grunstücke häufig nicht verkaufen wollten. Theis sagt, dass er versuche, da vermittelnd tätig zu sein.

Neben jungen Familien, die in Irrel bauen möchten, gebe es laut Theis auch einen Trend, dass Menschen, die länger woanders gelebt haben, wieder zurück nach Irrel in eine Wohnung ziehen möchten. Doch sei es langfristig ein Ziel, vor allem jüngere Menschen in den Ort zu ziehen. Zudem wolle man auch nicht alle Freiflächen zu Baugrundstücken machen, sagt Theis. „Das Auge soll wandern können“.

Bis der Bebauungsplan steht, soll eine Veränderungssperre dafür sorgen, dass in der Zwischenzeit nicht noch Bauten oder Umbauten entstehen, die für das Ortsbild von Irrel nicht gewünscht sind. Dem stimmte der Gemeinderat zu. Das heißt, dass bauliche Veränderungen erst bei der Gemeinde beantragt werden müssen und diese dann darüber entscheidet, was möglich ist. Dies diene der Sicherheit der künftigen Planung.