Keine bewussten Betrügereien

BITBURG-PRÜM. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Prüm, Aloysius Söhngen, hat mit Nachdruck den Vorwurf zurückgewiesen, wonach Jugend-Taxi-Unternehmer mit falschen Daten arbeiteten. Hinweisen darauf sei man zudem immer sorgfältig nachgegangen.

Die Behauptung, dass am Projekt Jugend-Taxi beteiligte Firmen hin und wieder mit falschen Angaben arbeiten, werde nicht zum ersten mal erhoben, sagt Prüms Verbandsgemeinde-Bürgermeister Aloysius Söhngen und weist damit gleichzeitig Vorwürfe des Winterspelter Ortsbürgermeisters Hubert Tautges zurück (TV vom 14. März). Gleichzeitig behaupte Tautges, die Verwaltungen würden den Hinweisen, die er (Tautges) selbst gebe, nicht nachgehen, da das Jugendtaxi politisch gewollt sei. Söhngen: "Beide Behauptungen sind entschieden zurückzuweisen. Da die Verbandsgemeinde Prüm das Jugendtaxi mit gutem Erfolg seit einigen Jahren praktiziert hat, war uns immer daran gelegen, dass die Gelder für das Jugendtaxi ordnungsgemäß verwendet werden und keine Betrügereien stattfinden." Söhngen: "Allen Hinweisen sorgfältig nachgegangen"

Deshalb sei man allen derartigen Hinweisen von Hubert Tautges immer sorgfältig nachgegangen. Laut Söhngen hätten die Überprüfungen seinerzeit "nur unwesentliche Fehlerquoten" (etwa vier Prozent) ergeben, die im Wesentlichen aus falsch angegebenen Geburtsdaten der Jugendlichen resultierten. Bewusste Betrügereien der Taxiunternehmen seien nicht festgestellt und auch nicht unterstellt worden. "Im Übrigen wurden die Taxiunternehmen immer auf Unkorrektheiten hingewiesen", betont der Prümer Verwaltungschef. Aloysius Söhngen: "Es wäre deshalb sehr schade, wenn sich untadelig verhaltende Unternehmen unter einen Generalverdacht gestellt würden und das für viele Eltern und Jugendliche so wichtige Projekt Jugendtaxi durch unbewiesene Behauptungen gefährdet würde." Er ist sich sicher, dass mancher Jugendlicher wegen der Möglichkeit des Jugendtaxis sein Auto nach dem Besuch einer Party stehen gelassen hätte, so mancher Unfall vermieden worden sei und viele Eltern beruhigter schlafen können, wenn ihre Kinder "auf Tour" sind. Zudem gehe es nicht darum, den Alkoholgenuss zu fördern, sondern schlicht um die Sicherheit der Jugendlichen.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort