"Keine Dauerbeschallung, grelles buntes Licht oder Bäume": Viele Bürger äußern sich in der Stadthalle zur Erneuerung der Bitburger Innenstadt

Bitburg · Rund 150 Bitburger und Menschen aus der Umgebung haben am Dienstagabend die Bürgerversammlung zur Erneuerung der Bitburger Innenstadt besucht. Viele Gäste nutzten die Möglichkeit, um ihre Anregung und Kritik zur aktuellen Planung loszuwerden. Insbesondere die Parkplätze in den Nebenstraßen der Fußgängerzone, das Beleuchtungskonzept, eine mögliche Musikbeschallung und Stufen im Pflaster der neuen Fußgängerzone lassen die Meinungen auseinander gehen.

Foto: Christian Moeris

Das 6,6-Millionen-Euro Projekt, die Erneuerung der Bitburger Innenstadt, soll im April 2016 starten.
Dienstagabend hatte die Stadt zur Bürgerversammlung eingeladen. Etwa 150 Bitburger und Menschen aus der Umgebung nutzten die Möglichkeiten, um gegenüber Bürgermeister Joachim Kandels und den Planern der Stadtverwaltung ihre Anregungen und Kritik loszuwerden. Einige Fragen beschäftigten das Publikum besonders:

Sollen künftig Stufen die Steigung der Fußgängerzone unterbrechen, damit es Gewerbetreibenden und Gastronomen leichter wird, Tische und Warenständer aufzustellen?
Einige Bürger sehen da Schwierigkeiten für Menschen im Rollstuhl oder Eltern, die mit Kinderwagen unterwegs sind.

Sollen Lautsprecher in die Laternenmaste eingebaut werden, damit man die neue Fußgängerzone musikalisch beschallen kann?
"Das ist Lärmbelästigung und geht den Anwohnern sowie Gewerbetreibenden auf den Keks", sagten einige Besucher. Andere sehen in den Lautsprechern eine Möglichkeit, das Publikum zum Beispiel bei Großveranstaltungen zu informieren und zu lotsen.

Auch das Thema Parkplätze erhitzte die Gemüter: Sollen die Stellplätze in den Seitenstraßen wegfallen, damit diese optisch besser in die Fußgängerzone eingegliedert werden? Oder sind die Stellplätze dort unverzichtbar? Auch hierzu gingen die Meinungen im Publikum auseinander.

Kandels: "Die städtischen Gremien werden die Vorschläge der Bürger in den weiteren Entscheidungsprozess einfließen lassen und berücksichtigen." Bauausschuss und Stadtrat wollen das endgültige Gestaltungskonzept im Januar und Februar absegnen und den Bauauftrag erteilen.

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