Keine Zeit verlieren

Noch drei Tage, dann existieren die Verbandsgemeinden Irrel und Neuerburg, Bitburg-Land und Kyllburg, Wittlich und Manderscheid, Traben-Trarbach und Kröv-Bausendorf formal nicht mehr. Aus den heute noch acht werden dann vier größere Gebilde. Das gilt ganz unabhängig davon, dass noch Klagen gegen die Fusionen laufen. Deren Chancen auf Erfolg halten viele Experten zwar für gering, aber man weiß ja nie.

Dennoch, die neuen Räte sind gewählt, die neuen Bürgermeister stehen fest und jetzt beginnt die Arbeit. Es ist durchaus eine Herausforderung zwei Verwaltungen zu einer zu machen. Und es wird eine Weile dauern, bis alles rund läuft. Umso weniger darf man - in der vagen Hoffnung auf eine grundsätzliche Aufhebung der Fusionen durch das Verfassungsgericht - die Hände in den Schoß legen und abwarten. Denn das hieße Zeit verlieren. Das Ziel aller Beteiligten muss sein, so schnell wie möglich eine optimale, integrierte und auf mittlere Sicht effektivere Verwaltung zu organisieren.

Da kann man nicht erst mal ein paar Monate warten und die Dinge laufen lassen - oder noch schlimmer, auf Grund des eigenen Unbehagens einer Zusammenführung möglichst dicke Steine in den Weg legen.
Denn Aufgabe einer Verwaltung ist nicht der Selbsterhalt in einer bestimmten Form, sondern eine optimale Dienstleistung für alle Bürger zu vertretbaren Kosten.

Und bei aller Emotion, die sich gegen die gefühlte Selbstaufgabe regen mag. Es geht nicht um Zwangsumsiedlungen oder die Auflösung von Dörfern, sondern nur um eine Neuorganisation von Verwaltung.

Lars Oliver Ross