Keltische Kultstätten und Barden

Mit keltischen Kultstäten und keltischem Brauchtum beschäftigt sich Walter Liederschmitt am Sonntag, 13. Mai, bei einem Vortrag mit Musik auf der Burg Neuerburg.

Neuerburg. (red) In der Region Eifel-Mosel-Hunsrück sowie dem Luxemburger Land zeugen zahlreiche Kulturdenkmäler von der keltischen Vergangenheit. Manche sind bekannt und berühmt, wie der Ringwall von Otzenhausen oder das Ferschweiler Plateau, aber viele Plätze, darunter Tempelanlagen, Hügelgräber, Siedlungsreste und Fliehburgen, sind in Natur und Flur verborgen und nur wenigen bekannt.Der Trierer Barde und Bänkelsänger Walter "Woltähr" Liederschmitt, ein ausgewiesener Kenner der vorchristlichen, gallo-römischen Kultur unserer Region, führt am Sonntag, 13. Mai, 18 Uhr, in einem Diavortrag auf der Jugendburg Neuerburg zu Kultstätten und magischen Orten und lässt uns so einen Blick werfen in die Hochkultur der Kelten. Diese sind zwar mit der Eroberung unserer Region durch die Römer besiegt und in der Völkerwanderung teilweise verdrängt worden, ihre Kultur lebt aber bis heute weiter: in Orts- und Flurnamen, in unserem Brauchtum, in unserer Sprache und in der Musik. Leiderschmitt begleitet seinen Vortrag mit Bardengesang und Kreistanzmusik, unter anderem auf Platt, Muselfränggisch und Letzebuergesch. Dabei kommen neben Gitarre und Concertina auch eine gallo-römische und eine frühmittelalterliche Leier zum Einsatz. Die Veranstaltung ist auch Teil der Vorbereitung auf das einzige Keltenfest in der Eifel, das am 22. und 23. Juni im Enztal bei Sinspelt stattfindet. Keltische Gruppen versuchen, so authentisch wie möglich zu wohnen und zu leben und alte Handwerkstechniken zu demonstrieren. Eine keltische Mitmachwerkstatt für Kinder öffnet ihre Tore. Außerdem gibt es Musik, Erzählungen, Essen und Trinken, Marktstände. Der Eintritt ist frei. Nach dem Vortrag laden die Herbergseltern Dichter-Hallwachs zu Speis und Trank in die Burggemächer ein.