Kesfelds Herausforderung ist unter anderem der demografische Wandel

Über die Dörfer : Kesfeld

Kesfeld war im Zweiten Weltkrieg stark umkämpft. Es gibt Reste von Bunkeranlagen und die komplett erhaltene Höckerlinie geht quer durch die Gemarkung des 75 Einwohner zählenden Ortes in der Verbandsgemeinde Arzfeld.

„Auf Tafeln wird über den Westwall objektiv informiert“, sagt Ortsbürgermeister Roland Kotz und weist auf den dazugehörenden Wanderweg hin, der in Großkampenberg beginnt und über Kesfelder Gebiet führt.

In Kesfeld sind noch drei Haupt­erwerbslandwirte tätig. Es wird viel Mais angebaut, da es auch viele Biogasanlagen gibt. Hinzu kommen sechs Windkraftanlagen und private Photovoltaikanlagen. „Wir sind ein Energiedorf geworden, die Einspeisung betrug 2018 über 7 Millionen Kilowatt“, so der Ortschef. In Kesfeld gibt es keine Kirche und keine Kneipe, aber dafür hat man ja Nachbargemeinden, mit denen man sich auch in Sachen Sport und Musik zusammentut. Die Kesfelder stellen 15 Feuerwehrleute, und für Feste steht ein Dorfgemeinschaftshaus (DGH) bereit. Ein Tag, den Kotz nie vergessen wird, ist der 1. Juni 2018, als nach dem Starkregen braune Brühe ins Dorfgemeinschaftshaus (DGH) eingedrungen war und enorme Schäden angerichtet hatte. „Das war heftig. Es grenzt an ein Wunder, dass keinem was passiert ist“, sagt der 50-Jährige. Im DGH muss deshalb der Estrich entfernt werden. Das werde Anfang Januar geschehen. Ein weiteres Problem sei der demografische Wandel. Um junge Familien im Ort zu halten, will man sie unterstützen. Ansonsten herrsche Zufriedenheit im Dorf. Der Ortschef hofft, dass das so bleibt.