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Kinder experimentieren am Regino-Gymnasium

Prüm. Die Schützlinge der Integrativen Tagesstätte haben am Regino-Gymnasium einen spannenden Tag erlebt.

Prüm (red/fpl) Es ist schon Tradition geworden, dass die Vorschulkinder der Integrativen Lebenshilfe-Tagesstätte in die Räume des Fachbereichs Chemie am Regino-Gymnasium kommen und gemeinsam mit den angehenden Abiturienten dort experimentieren.
Zehn Kinder nahmen diesmal mit ihren Erzieherinnen - Claudia Keilen-Thommes, Petra Kewes und Helga Schoos - daran teil und wurden von den jungen Damen und Herren des Grundkurses Chemie (13 ch2, Lehrerin: Michaela Ostermann) empfangen. An den Tischen hatten die Abiturienten Experimentierstationen aufgebaut. So wurden zum Beispiel bunte und beim Kontakt mit Wasser heftig sprudelnde Badezusätze aus "Haushaltschemikalien" zusammengerührt und in Plastikformen gepresst.
Auch das Brennverhalten einer Kerze kann für verblüffende Experimente herangezogen werden. Stellt man sie in Wasser und stülpt ein Glas darüber, geht sie aus. Das prognostizierten die Vorschulkinder richtig. Aber: Beim Ausgehen saugt sich Wasser in den Becher, die Kerze wird angehoben. Warum? Der beim Verbrennen des Wachses unter dem Glas verbrauchte Sauerstoff wird durch Wasser ersetzt.
Auch das Thema "Fliegen" wurde dargestellt: Eine brennende Teebeutelrakete sauste bis zur Decke des Chemiesaals, ebenso spektakulär zischte die größere Luftballonrakete an einer Fadenführung durch den Raum.
Am Ende gab es für die kleinen Gäste einen "Forscher-Orden" und ein reich bebildertes Skript, mit dessen Hilfe sie zu Hause die Experimente wiederholen können. Fazit von Michaela Ostermann: "Für die Schüler des Kurses war diese Chemiestunde sicherlich eine echte Herausforderung, allerdings auch eine sehr bereichernde Erfahrung."
"Die Natur und damit auch die Naturwissenschaften bestimmen unser Leben - das kann man gar nicht früh genug erfahren, sagt Lucas Hänsel aus dem Chemiekurs. "Toll, wie man die Kinder begeistern kann und wie neugierig sie sind."