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Kinder gestalten Stationen eines barrierefreien Pilgerwegs

Kinder gestalten Stationen eines barrierefreien Pilgerwegs

Gemeinsam mit Förder- und Grundschulen aus der deutsch-luxemburgisch-belgischen Großregion hat das Beda-Institut aus Bitburg einen ersten barrierefreien Pilgerweg für Menschen mit Behinderungen ins Leben gerufen. Ab Sonntag gibt es dazu in Bitburg eine Ausstellung mit Kunstwerken zu diesem Projekt.

Bitburg. "Es gibt nichts Schlimmeres, als einem Kind vorzuschreiben, zu welchem Thema es etwas malen soll", sagt Inge Trappe-Butzbach. "Das wird eine Katastrophe", fügt sie hinzu. Trappe-Butzbach weiß, wovon sie redet. Sie ist Leiterin des Beda-Instituts Bitburg, einer privaten Schule für Musik sowie darstellende und bildende Künste. Und sie ist diejenige, die das Ganze ins Rollen gebracht hat.
Damit etwas ungestört rollen kann, müssen Hindernisse beseitigt werden. Und genau das hat das Beda-Institut gemeinsam mit Partnern aus der Großregion getan. Zu diesen Partnern zählen unter anderem die Bitburger St.-Martin-Schule, die Prümer Astrid-Lindgren-Schule, das ebenfalls in Prüm ansässige Gemeindepsychiatrische Betreuungszentrum sowie Grund- und Förderschulen der belgischen Gemeinden St. Vith und Eupen.
Gemeinsam mit weiteren Institutionen haben diese Einrichtungen in der deutsch-luxemburgisch-belgischen Großregion den ersten zeitgemäßen Pilgerweg gestaltet. Zeitgemäß bedeutet, dass dieser grenzüberschreitende Pilgerweg vollständig barrierefrei ist und damit auch Menschen mit körperlichen Behinderungen uneingeschränkt zur Verfügung steht.
Dieser Weg führt von Aachen durch Belgien in den Norden des Eifelkreises, von dort entlang des Prümtal- und Sauertalradwegs über Luxemburg wieder in Richtung Belgien. Und das Besondere dieses Pilgerwegs sind neben der barrierefreien Strecke die 13 Stationen, für die von Kindern und Jugendlichen - mit und ohne Behinderung - in Kooperation der Projektpartner die Bilder, Kunstwerke und Skulpturen geschaffen wurden.
Damit die Gestaltung dieser Werke nicht in der eingangs erwähnten Katastrophe ende, gab es als Vorgabe jeweils nur ein Motto. Für die Station in der Seniorenresidenz Ulfingen gab es beispielsweise das Motto "Nächstenliebe", für die Station in der Kirche in Oberwampach wurde als Leitmotiv "Brauchtum" gewählt.
Im Rahmen einer Wanderausstellung wird dieses Gemeinschaftsprojekt nun vorgestellt. Zuletzt waren die Werke aus der deutschsprachigen Gemeinschaft der Grenzregion in St. Vith zu sehen. Ab Ende dieser Woche können die Ergebnisse des Projekts in Bitburg, in der Städtischen Bücherei der Dr.-Hanns-Simon-Stiftung, besichtigt werden. Vernissage ist am Sonntag um 15 Uhr im Festsaal des Hauses Beda. Danach wird die Ausstellung in der benachbarten Bibliothek offiziell eröffnet. uhe