Kinder sind engagiert

Zur Berichterstattung über die Sternsinger in Gerolstein (TV, Ausgabe vom 24. Dezember) schreibt dieser Leser:

Es tut mir im Herzen weh, wenn ich lese, was Herr Feltes und Herr Struth von den Kindern aus Gerolstein und Umgebung halten. Die sind genauso engagiert und tatkräftig wie andere Kinder sonstwo auch. Sehen wir mal, woran es liegen kann: Wenn ich richtig informiert bin, hat zum selben Zeitpunkt ein Treffen der Kommunionkinder stattgefunden. Wenn es so ist, dann ist dies schon peinlich.

Des weiteren stelle ich mir vor: Man kommt als Kind auf die Erde und erhält das Sakrament der Taufe. Bis zur Kommunion geschieht außer Familiengottesdiensten recht wenig. Aber dann: Von September bis zum Erhalt der Kommunion jagt ein Termin den nächsten. Und wenn die Kirche dann noch Glück hat, werden die Kinder dann noch Messdiener, die in der Regel von ehrenamtlichen Menschen betreut werden.

In Gerolstein waren hauptamtliche Betreuer in den vergangenen Jahren eher Mangelware. Danach geschieht wieder recht wenig. Bis das Kind ins Alter kommt, in dem die Firmung ansteht. Da kümmert sich dann die Kirche wieder darum. Wahrscheinlich nur für kurze Zeit. Es folgt eine gähnende Leere. Wie gesagt, es tut weh. Und wenn die Verantwortlichen in Trier oder wo auch immer nicht entsprechend reagieren, dann wird es eng.

Noch ein Wort an die Ehrenamtlichen: Ich würde mich für Euch freuen, wenn Ihr in den Vorbereitungen zur Kommunion viel mehr Selbstständigkeit und eigene Kreativität einsetzen könntet und nicht den vorgegebenen Einheitsbrei verteilen müsstet.

Christof Fischer, Pelm

STERNSINGER