KINDERSCHUTZ

Zu unserem Bericht "Sie drückten Kinder mit dem Kopf ins Klo" (TV vom 7. Dezember) schreibt diese Leserin:

Es verschlägt mir die Sprache, wenn ich lese, dass unsere Rechtsprechung diese Vorfälle mit lapidaren Geldstrafen abtut, und ich frage mich: Wieso dürfen diese Erzieherinnen weiterhin als solche arbeiten, wo sie doch über alle Maßen bewiesen haben, dass sie nicht nur für diesen Beruf völlig ungeeignet sind, sondern geradezu gefährlich im Umgang mit Kindern und Jugendlichen sind? Jeder Mensch kann Fehler begehen, doch dass sie dann so wenige bis gar keine Konsequenzen haben? Und was wird aus den Jugendlichen, die bei der Gelegenheit lernen, wie hinterher alles als "nur ein Spaß" verharmlost wird - und schon ist die Sache strafrechtlich nicht mehr relevant?! Gute Idee, merken sich diese Jugendlichen dann für ihr weiteres Leben... Mutig wäre es, an der Stelle als Erzieher dazu zu stehen, dass es im Arbeitsalltag Situationen gibt, in denen man sagen muss: Hier an der Stelle kann ich nicht mehr weiter, diese Kinder sind mir zu schwierig, ich brauche Hilfe - und zwar bevor solche gewaltsamen Übergriffe passieren. Doch warum passiert das nicht? Vielleicht, weil die Angst vorm eigenen Arbeitsplatzverlust im Vordergrund steht und eben nicht die Sorge um das Wohlergehen der Kinder? Darüber nachzudenken lohnt sich, für Erzieher, Eltern und für Arbeitgeber. Angela Junk, Bitburg