Kino, Köpfe und Konzerte

Konzerte und Kabarett, eine neue Kooperation mit dem Eifelkino, vor allem aber intensive Blicke in die Vergangenheit und auf brisante Themen der Gegenwart: Der Geschichtsverein Prümer Land hat das Jahresprogramm 2008 vorgelegt.

Prüm. Rund 3300 Besucher insgesamt verzeichnet der Verein im abgelaufenen Jahr, viele davon bei "Brennpunkt Geschichte", der neuen Reihe mit Vorträgen zur Weltpolitik: "Da haben wir stark auf Themen gesetzt und nicht auf prominente Köpfe", sagt Volker Blindert, der Vorsitzende des Vereins. "Zum Beispiel beim Thema Iran -da platzte das Konvikt aus allen Nähten."Nahtlos geht es deshalb auch 2008 mit der Vortragsreihe "Brennpunkt Geschichte" weiter. Drei Termine sind vorgesehen: Am Freitag, 22. Februar, befasst sich Rolf Tophoven mit der Gefahr des internationalen Terrorismus (Tophoven ist Leiter des Essener Instituts für Terrorismus-Forschung und Sicherheitspolitik).

Am Dienstag, 11. April, referiert Wolfgang Hirn (Manager-Magazin) über "die neue Weltmacht China" - im Eifelkino, das an diesem Abend auch den Film "Shanghai" zeigt. Und im Oktober spricht Hubert Jenniges zum Thema "Annexion, Assimilation, Autonomie - Die Stellung der Deutschsprachigen in Belgien und ihr Verhältnis zu dem bundesdeutschen Nachbarn".

Die Zusammenarbeit mit dem Prümer Kino ist neu. Motto: Aktuelle Filme, die historische Themen aufbereiten. Zwei weitere sind vorgesehen, "Die Fälscher" und "Shooting Dogs".

"Denglisten" und andere Sprachpanscher hat Walter Krämer im Visier. Der gebürtige Ormonter, heute Statistik-Professor, Autor und Vorsitzender des Vereins Deutsche Sprache, spricht am Freitag, 7. März, in der Kreissparkasse - passenderweise über "Die deutsche Sprache und das Geld". Der 20. April, ein Sonntag, wird vor allem für Pfarrer und Historiker Nikolaus Nösges (Essen) ein schöner Termin: Nösges erhält nämlich den "Werner-Blindert-Preis" des Vereins, der diesmal in der Kategorie "Geschichte regional" verliehen wird.

Kabarett-Abend mit dem Ensemble "Springmaus"

Ein nahezu vergessener Prümer Name spielt ebenfalls eine Rolle: Servatius Ottler. Er war im 17. Jahrhundert der Chronist der Abtei - die Schriften des Mönchs hat Alois Finken aus dem Lateinischen übersetzt und dabei, wie Volker Blindert verspricht, "viele neue Erkenntnisse gewonnen". Das Buch wird am 26. Oktober vorgestellt.

Weitere Programmpunkte: Ein Konzert des "Comedian Harmonists Ensemble Six" in der Karolingerhalle, der Kabarett-Abend mit der Bonner "Springmaus", Buchpräsentationen, Mundart-Nachmittage, Ausflüge und Wanderungen. Und selbstverständlich wieder vier "Prümer Landboten".

Verbesserungen hat man ebenfalls geplant -vor allem bei der Internet-Präsenz des Vereins: "Die wird überarbeitet", sagt der Vorsitzende. Mehr Inhalte soll sie bieten, außerdem werde man künftig unter www.gvpl.de auch Bücher und Eintrittskarten bestellen können. Das Jahresprogramm ist ab Samstag, 19. Januar, in den Prümer Geschäften ausgelegt.