Kirche Wollseifen: Regionale Vereine bei Sanierung beteiligt

Vogelsang · Die Sanierung des Denkmals Kirche Wollseifen ist erfolgreich beendet worden. Hauptförderer des Projekts war die NRW-Stiftung, aber auch viele regionale Akteure unterstützten das Projekt.

Vogelsang. Mit insgesamt 285 000 Euro ist Wollseifens ehemalige Pfarrkirche St. Rochus saniert worden. Über die Hälfte des Betrags hat die NRW-Stiftung beigesteuert. "Das Ergebnis nach der Instandsetzung zeigt, dass unsere Fördergelder hier gut investiert sind", betonten der Vizepräsident der NRW-Stiftung, Wolfgang Schumacher, und Ralf Sawatzki, ehrenamtlicher Regionalbotschafter, bei Projektabschluss.
Die Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland und die Bürgerstiftung der Kreissparkasse Euskirchen beteiligten sich mit insgesamt 40 000 Euro am Stiftungsprojekt. Eine wichtige Geberrolle, insbesondere beim ehrenamtlichen Wiederaufbau des Denkmals, spielten die Pfarrgemeinde Herhahn, der Traditionsverein und der Förderverein Wollseifen.
Hubert Breuer, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Nationalpark Eifel und Vogelsang, deutet das gemeinsame Projekt als ein gutes Beispiel für die regionale Einbindung von Akteuren in kulturelle und gesellschaftspolitische Projekte. "Ich freue mich, wenn wir viele Nachahmer finden, die uns mit ihren Spenden beim dauerhaften Unterhalt des Denkmals unterstützen." Die starke Zusammenarbeit und das ehrenamtliche Engagement vieler regionaler Firmen und Vereine habe in der ehemaligen Pfarrkirche zusätzlich eine künstlerische Installation als "Ort der Stille" hervorgebracht, in Andenken an das alte Wollseifen vor seiner Evakuierung durch die Alliierten 1946 und der Benutzung als Truppenübungsplatz.
Wollseifen sei im Nationalpark Eifel damit eine wichtige kulturelle und historische Adresse, darin sind sich alle Beteiligten einig. "Vielen hängt das Herzblut an dem Erhalt und der Pflege des alten Dorfkerns", betont Franz Sistig, Ehrenvorsitzender des Traditionsvereins Wollseifen. Traditionsverein und Förderverein Wollseifen beabsichtigen, zusammen die alte Schule zu sanieren. Auch eine Dokumentation der Ortsgeschichte gehört zum weiteren Vorhaben.
"Eine adäquate und plastische Darstellung des historischen Dorfes ist nicht nur für die ehemaligen Bewohner und Betroffenen wichtig, um zu gedenken und sich erinnern zu können." Auch die Nachgenerationen sollten einen Hauch von dem erfahren, "was hier einst passiert ist", sagt Sistig. red