Knappes Votum für weniger Geld

Knappes Votum für weniger Geld

NEUERBURG. Der VG-Rat Neuerburg hat sich mit elf zu neun Stimmen für das Reduzieren der Kosten für den Gaytal-Park ausgesprochen. Unterdessen ist Norbert Schneider von seinem Amt als Gaytal-Park-Zweckverbands-Vorsitzender zurückgetreten.

Den Gaytal-Park in seiner jetzigen Form kann sich dieVerbandsgemeinde Neuerburg nicht mehr leisten. Diese Erkenntnishat sich inzwischen bei allen Verbandsgemeinde-Rätendurchgesetzt. Einen von der CDU eingebrachten Vorschlag, wie denKosten für die Einrichtung Herr zu werden ist, wurde jedoch nurmit einer knappen Mehrheit von elf zu neun Stimmen angenommen.Vor allem der SPD ging der Vorschlag der Christdemokraten zuweit, der UBV und Teilen der Liste Klein nicht weit genug. Für die CDU hatte Gerhard Mittler den Antrag begründet, der in dieser Form schon im Kreistag angenommen worden war (der TV berichtete). Nachdem jahrelang über die Kosten geklagt worden sei, packe die CDU das Thema nun an. "Ab 2004 sollen die Kosten von rund 400 000 Euro um zwei Drittel auf etwa 150 000 Euro reduziert werden", sagte Mittler. Dazu sollten Zweckverband und Kommunen ein Konzept entwickeln. Er sprach sich vehement gegen eine Schließung des Parks aus. Mittler: "Diese Linie wird weiterhin auf den energischen Widerstand der CDU in der VG und im Kreis treffen." Er lud die anderen Fraktionen im Rat ein, "bei dem Vorhaben positiv mitzuwirken".

Dieses Angebot stieß auf wenig Gegenliebe bei der UBV. Für die Bürgervertretung sagte Peter Strater, dass man sich nicht länger auf das Gesundbeten des Projekts verlegen dürfe. "Der Park ist gescheitert. Das Konzept war von Anfang an eine Totgeburt", sagte Strater. Es mache wenig Sinn, weiter Geld in die jetzige Konzeption zu investieren. Deshalb stellte er den Antrag, der später abgelehnt wurde, den Park zum Jahresende zu schließen und mit neuen Ideen in ein paar Jahren wieder zu starten. In Zukunft müsse sich der Park finanziell selbst tragen. Mit dem bisherigen Management solle bei der Neukonzeption nicht zusammengearbeitet werden. Am Ende müsse der Park das Prädikat Erlebnispark rechtfertigen.

Schneider gibt Vorsitz auf

Die SPD hatte ebenfalls Probleme mit dem CDU-Vorschlag, obwohl sie konstruktive Spar-Vorschläge begrüßte. Hans-Leo Hunewald: "Der CDU-Antrag ist der Weg zur Schließung des Gaytal-Parks durch die Hintertür." Er bezweifelte, ob der gestutzte Park seine Aufgabe noch erfüllen könne.

Nach der knappen Entscheidung für den CDU-Antrag erklärte Bürgermeister Norbert Schneider, dass er seinen Posten als Vorsitzender des Zweckverbands Gaytal-Park zur Verfügung stellt. Der Antrag bedeute für ihn einen unlösbaren Interessenkonflikt, da er gewählt worden sei, Schaden von der VG abzuwenden.

Er begrüßte den Sinneswandel der CDU, kritisierte jedoch, dass der Mut für den richtigen Schritt fehle. "Der Antrag ist nur vordergründig innovativ", sagte Schneider. Mit dem Antrag trete man nur auf der Stelle. Es sei besser, den Park zum Jahresende zu schließen und mit neuem Konzept in ein paar Jahren wieder zu eröffnen.