Kobenhof in der Bitburger Innenstadt ist in Archäologenhand

Römisches Erbe : Archäologen hoffen in Bitburg auf Sensation

Nun ist auch der Kobenhof in Archäologenhand:  Bei Bauarbeiten sind dort – wie vermutet – Reste der spätrömischen Befestigung entdeckt worden.

Das ist für Kenner noch keine Überraschung. Schließlich sind Teile der römischen Mauer unweit der Baustelle zu sehen und in den Römische Rundgang eingebunden. Etwas anderes macht die  Grabungsstelle  „super spannend“, wie Dr. Lars Bloeck von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinalnd-Pfalz (GDKE) auf TV-Anfrage formuliert. Der Archäologe rechnet damit, dass das Grabungsteam  dort auch auf  sogenannte „schwarze Erde“ stößt. Bereits 2011 ist dort eine Schicht dunkler Erde entdeckt worden. „Diese schwarze Erde kann Aufschlüsse über die wenig erforschte Zeit zwischen dem 5. und 10. Jahrhundert liefern“, sagt Bloeck. Schwarze Erde enthalte  uralte Holzpartikel, die Erkenntnis über Siedlungsstrukturen liefern können.   „Früher wurde diese Schicht oft weggebaggert, heute weiß man um ihre Bedeutung und es gibt moderne Verfahren,  um sie zu untersuchen“, so der Wissenschaftler. Sollte die schwarze Erde im Kobenhof entdeckt werden, so wäre das bisher  einmalig in der Region Trier, betont der Grabungsleiter. Aber noch ist es nicht soweit.

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