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Körperich: Heizung der Kirche durch Hochwasser beschädigt

Schäden durchs Hochwasser : Heizung kaputt, Kirche kalt - In Körperichs Gotteshaus soll es an Weihnachten wieder warm werden

Auch die Kirche in Körperich war vom Hochwasser betroffen. Die Schäden sind zwar vergleichsweise gering, das Gebäude aber nach wie vor kalt. Doch das soll sich nun ändern.

Der Kirchenraum selbst blieb verschont, dafür aber ist das Wasser in den Keller gelaufen und hat dort die Heizung außer Betrieb gesetzt. Wie Bernhard Fromme vom Vorstand des Körpericher Kirchengemeinderates erklärt, hat es den Brenner der Heizung erwischt. „Wobei der Brenner aber nicht das Problem ist, sondern die Lüftungsanlage, die dahinter liegt“, sagt Fromme.

Auch die sei beschädigt worden. Und da es sich dabei um eine ganz spezielle Anlage handle, sei die Behebung des Problems auch nicht so einfach. „Nächste Woche aber werden die Handwerker anrücken“, so der stellvertretende Vorsitzende der Kirchengemeinde.

Wenn alles läuft wie geplant, können Heizung und Lüftungsanlage also vor Weihnachten wieder in Betrieb genommen und die Kirche dann auch pünktlich zur Messe an Heiligabend endlich wieder geheizt werden.

Bis dahin müssen sich die Kirchgänger allerdings noch gedulden. So findet die für Sonntag, 19. Dezember, geplante Messe der Kirchengemeinde nicht in Körperich, sondern stattdessen in der Klosterkirche in Biesdorf statt. Im Vergleich zu anderen Kirchengemeinden im Kreisgebiet sind die Körpericher aber noch sehr glimpflich davongekommen.

In Mettendorf beispielsweise stand das Wasser nicht nur im Keller, sondern auch im Kirchenraum. Weshalb das dortige Gotteshaus auch nach wie vor außer Betrieb ist. Das einzige, was dort läuft, sind die drei Bautrockner, mit deren Hilfe die Feuchtigkeit aus Mauer und Boden gezogen werden soll. Gut 20 Zentimeter hoch hat dort das Wasser bei der Flut im Juli gestanden. Am schlimmsten erwischt hat es jedoch die Kirche in Minden, deren Kirchenraum fast zwei Meter tief im Wasser stand. Der Schaden dort ist immens.

Insgesamt wurden im Eifelkreis und in der benachbarten Vulkaneifel elf Kirchen durch das Hochwasser beschädigt. Das Ausmaß an Schäden im gesamten Bistum Trier ist allerdings deutlich höher.

So waren laut Bistum alles in allem 26 Kirchen, zwölf Pfarrheime, acht Pfarrhäuser, neun Kindertagesstätten und weitere drei Immobilien betroffen. Der Gesamtschaden wird auf 34 Millionen Euro geschätzt.